"Animagus" will auch hoch hinaus

Gespräch André Sarrasani und die neue Show

 Andre Sarrasani arbeitete beim Aufbau des Zeltes für das Trocadero Dinner-Variétheater am Straßburger Platz mit. Andre Sarrasani arbeitete beim Aufbau des Zeltes für das Trocadero Dinner-Variétheater am Straßburger Platz mit.

Foto: Andreas Weihs

Dresden-Altstadt. Das Geheimnis ist gelüftet: "Animagus" heißt das neue Show-Spektakel im Dinner-Variétheater am Straßburger Platz. Diese Produktion im 10. Jahr des Sarrasani Trocadero verspricht ein intensives Showerlebnis zu werden - zu sehen ab 21. November. Auch in dieser neuen Spielzeit und im Jubiläumsjahr wartet Zirkus-Direktor André Sarrasani wieder mit einigen Neuheiten auf. Das Chapiteau steht bereits, auch dank der tatkräftigen Mitarbeit des Chefs. Andreas Weihs sprach mit ihm.

Herr Sarrasani, die neue Show steht vor der Tür. Wie liegen sie im Zeitplan?

Sehr gut. Wir haben in diesem Jahr etwas früher angefangen und hoffen, dass wir bis Anfang November fertig sind. Auch in diesem Jahr werden wir wieder einige Änderungen vornehmen in unserem Theater, auch der Aufbau im Foyer wird ein wenig geändert. Und wir wollen genug Zeit haben -für die Proben.

Die ersten Proben für unser neues Programm sollen bereits am 1. November beginnen. Da kommt das Ballett. Die Technik, also Licht und Ton, sind bereits seit einigen Tagen eingebaut. Das bedeutet, der Rohbau ist fertig und dann geht es an die Feinheiten, wie die Dekoration und alles, was da herum gehört.

Sie sprachen von einigen Änderungen ...

Das komplette Foyer wird neu gestaltet, aber auch der Aufbau im Zelt wird etwas anders sein als bisher. Wir haben aus den Erfahrungen der letzten Jahre gelernt, dass es immer noch praktischer geht, etwa was die Garderoben angeht, was die Anordnung der Toiletten betrifft. Im Theater selbst haben wir einige neue Dinge für die kommende Show eingebaut. Da wird sich auch einiges ändern.

Wir haben zum Beispiel eine sehr spektakuläre Geschichte in der Luft, für die wir gerade eine neue Konstruktion aufgebaut haben, wo über den Köpfen des Publikums etwas geschieht. Das hat viel mit sicherheitstechnischen Dingen zu tun und das müssen wir auch einen bisschen ausprobieren. Das ist Artistik, sogar halsbrecherisch und damit genau das, was die Leute auch sehen wollen.

Was ist die Grundidee der neuen Sarrasani-Show?

"Animagus" ist ja die Verwandelung von einem "Zauberer"-Menschen, der verschiedene Gestalten, hauptsächlich natürlich von Tieren, annehmen kann. Als Magier zeige ich meine Verwandlung zu unserer kleinen Tigerdame Kaya. Dieses Thema zieht sich durch die Show: Kostümverwandlung, Stimmenverwandlung, aber auch die eigenen Stimmungen, also glücklich zu sein, ehrfürchtig zu sein, ängstlich zu sein, mit solchen Dingen versuchen wir zu spielen.

Und was ist für sie das Highlight der Show?

Das ist sehr schwierig zu beantworten. Ich finde alle unsere Künstler richtig cool. Man kann keinen Luftakrobaten mit einem Handstand-Künstler vergleichen. Aber gut: Wir haben da einen chinesischen Handstand-Künstler, der für mich ein wirkliches Highlight ist. Das klingt jetzt noch nicht so spektakulär, aber das Entscheidende ist, wie er es macht. Bei ihm ist es so, dass ich Körper-Figuren gesehen habe, die anatomisch eigentlich gar nicht funktionieren. Und die so extrem exakt sind, dass es jeden Zuschauer begeistert.

 
erschienen am 26.10.2013 (aw)
© Sächsischer Bote Wochenblatt Verlag GmbH
 


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