11. Juli 2006

„Pinto“ schluckt mehr Müll

„Pinto“ schluckt mehr Müll

Dresden. "Wir installieren zwölf Unterflursammelbehälter und beginnen damit, die alten Steinpapierkörbe durch moderne Papierkörbe zu ersetzen, die nicht nur mehr Abfälle aufnehmen können, sondern auch so gestaltet sind, daß weder Wind noch Vögel die eingeworfenen Abfälle verbreiten können," erläutert Bürgermeister Dirk Hilbert. Im Auftrag des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft werden bis Ende Juli am Elberadweg auf der Neustädter Seite zwischen der Marienbrücke und der Albertbrücke zehn Unterflursammelbehälter "mini xxl" mit der Einwurfsäule "Pinto" installiert. Zwei weitere Sammelbehälter werden in Höhe Löwenstraße und Diakonissenweg eingebaut. Diese Unterflursysteme kommen in Dresden erstmalig zum Einsatz. Gegenüber den herkömmlichen Steinpapierkörben haben die "Neuen" einige Vorteile. Auffällig ist die zeitgemäß gestaltete Einwurfsäule, die wie ein moderner Papierkorb aussieht. Der Sammelbehälter mit einem Fassungsvermögen von 800 Litern befindet sich in der Erde. Geleert wird er durch ein speziell dafür ausgerüstetes Fahrzeug, welches den Inhalt über eine Entleerungsöffnung absaugt. Außerdem werden um das Rathaus herum, auf dem Altmarkt und dem Neustädter Markt, der Wilsdruffer Straße sowie der Hauptstraße 150 neue Papierkörbe des Typs "Pinto" aufgestellt. Mit 50 Litern Fassungsvermögen kann ein Pinto mehr Abfall aufnehmen, als die "alten" Steinpapierkörbe, die nur 30 Liter Abfälle fassen. Um auch die Sauberkeit an den Haltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs zu verbessern, startete am 22.Juni das Modellprojekt "Erweiterte Haltestellenreinigung". Die in dieses Projekt einbezogenen Haltestellen befinden sich vorwiegend innerhalb und auf dem 26-er Ring sowie an weiteren Stellen: Fetscher-, Wasa-, Schiller- und Körnerplatz sowie die Haltestelle Tharandter Straße an der Kesselsdorfer Straße und Liststraße, Elbepark, Mickten und die Haltestelle Studentenwerk Reichenbachstraße. Bisher wurden die Bahnsteige und Gleisbereiche von den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) gereinigt, aber auch die Stadtreinigung war an den Haltestellen aktiv. Mit dem Modellprojekt vereinfacht sich die Zuständigkeit für die Reinigungsarbeiten. Die Leistungen wurden der Stadtreinigung Dresden (SRD) und der Firma Lucia übertragen. Beide Firmen führen an den Haltestelleninseln bereits andere Reinigungsaufgaben durch.

Foto (E. Garten): Mit einem "Saugrüssel" wird der Unrat aus dem unterirdischen Müllbehälter in ein speziell dafür ausgerüstetes Fahrzeug abgesaugt.

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