11. September 2006
"Saxonia" aus Fleisch und Blut
Dresden. Auf der Brühlschen Terrasse, die wir Dresdner und Besucher der Stadt übrigens erst seit 1814, betreten dürfen - ein russischer Offizier soll das damals durchgesetzt haben, fand unlängst gewissermaßen die Geburt einer neuen "Figur" statt. Auf der ehemaligen Festungsanlage und dem späteren Grundbesitz des legendären Grafen Brühl präsentierte sich die Gästeführerin Christine Riegel als "Saxonia". Von dem aus Majolikaplatten bestehende Giebelbild an der Elbfront des Finanzministeriums stieg sie gewissermaßen herab, um neuen Mut und Kraft der Dresdner zu symbolisieren. Was kommt nach allen Feiern des 800-jährigen Jubiläums? Wie geht es weiter? Fragen, die sich die studierte Diplom-Designerin und ihr Ehemann, der Unternehmensberater Dr. Burkhard Riegel stellten. Da Christine Riegel bereits als "Luise von Toscana", Sachsens letzter Kronprinzessin, Erfahrungen mit der Darstellung historischer Persönlichkeiten gesammelt hatte, kam die Idee, die "Saxonia" mit Leben zu erwecken. Zumal die 53-Jährige als sächsisches Kind von sächsischen Eltern in Dresden aufgewachsen ist und in dieser Identität einen neuen Willen zu Sachsen zeigen will. "Diese 'Saxonia' soll keine Theaterrolle und auch keine aus Pappe sein, sondern eine glückliche, fröhlich, gesunde und weltberühmte Frau, die den Gästen der Stadt zeigt, wie die Dresdner mit neuem Mut und Kraft ihre schöne Stadt weiter entwickeln", so die Gästeführerin. Ursula
Foto: (Ruhnau) Christine Riegel, früher "Luise von Toscana", schlüpfte in die Rolle der "Saxonia".
