07. Juni 2006

American Football: Big Play muß sein!

Nein, von den Adlern sind in dieser Saison keine Höhenflüge zu erwarten. Dafür behaupteten sich die Monarchs vorerst auf dem "Thron" der Football-Bundesliga. Mit 20:3 gab es wieder einen deutlichen Erfolg gegen die Berliner. So souverän, wie's sich liest, war es aber nicht. Dabei machten die Dresdner den Gästen sofort klar: Das ist ein Heimspiel! Wir sind die Platzherren… Ein variabler Drive mit Paß- und Lauf-Spielzügen führte die Monarchs 70 Yards über das Feld bis in die Endzone. Renè Horschig erzielte den Touchdown, Holger Hempel den PAT. Die Defense sicherte die 7:0-Führung gut ab. Bis sich Nick Forston an der 15 Yard-Linie einen Fumble leistete. Die flügellahmen Adler kamen letztlich jedoch nur zu einem Fieldgoal. Die Dresdner versuchten jetzt etwas zu hektisch, erneut zu punkten. Trotz Einzelaktionen, u.a. Läufen von Gregor Hartmann und zunehmend auch Kim Kuci, sowie (dem belohnten) Mut zum 4. Versuch gab es vor dem Seitenwechsel nur noch ein 27 Yard-Fieldgoal von Holger Hempel und die 10:3-Führung. Es sollten nicht seine letzten Punkte sein. Denn in einem beiderseits konfusen 0:0-Viertel erarbeitete die Dresdner Defense immer wieder gute Feldpositionen. Und das nutzte Hempel zu Beginn des letzten Viertels, um aus 35 Yard ein weiteres Fieldgoal zu erzielen. Als ob die Monarchs-Offense nicht im Schatten der Defense und Specialteams stehen wollte, gab es schließlich doch noch ein Big Play: Nick Forston fand über rund 60 Yards Ryan Boswell zum Catch in der Adler-Endzone. Hempel macht noch einen Punkt und das 20:3 spiegelt dann auch das Kräfteverhältnis wider. Trotz bekannter Namen in ihren Reihen wie QB Outlaw, RB Dreyer und WR/RB Cooper gehen die Adler (Tabellenletzter) also schweren Zeiten entgegen. Die Monarchs dagegen behaupten (mit einem Spiel mehr als die Konkurrenz) in der Bundesliga Nord den Spitzenplatz. Wohin wohl der weitere Weg führt? Erst einmal nach Braunschweig (17.6.) und Stuttgart (15.7.). Vielleicht müssen dann beim nächsten Heimspiel (30.7.) gegen die Düsseldorf Panther einige Wunden geleckt werden. Vielleicht aber auch gab es das eine oder andere Wunder… Hans-Georg Prause
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