19. September 2006
City Management: Schnelle Einsatztruppe von Saubermännern
Dresden. Müllberge auf der Straße, vandalische Zerstörungen von Gemeinschaftseinrichtungen, wilde Plakatierung oder Graffiti-Schmierereien sind Ärgernisse, die uns leider fast täglich begegnen. Wenn die Schandflecken dann länger Bestand haben, ziehen sie wie Magneten neue Verschmutzungen an. Das soll jetzt in der Innenstadt ein Ende haben. Unter der Regie von City-Managerin Elena Wiezorek stehen jetzt sieben "Saubermänner" mit einem ABM-Vertrag. Sie sind innerhalb des 26er-Ringes, vom Hauptbahnhof bis zum Albertplatz unterwegs, um alles sauber zu halten. "Wenn unsere City-Stewards und -Stewardessen, inzwischen sind bereits 18 im Einsatz, bei ihren Rundgängen Verschmutzungen entdecken, geben sie sofort Informationen an die 'Saubermänner'. Die sind in kurzer Zeit vor Ort, um schnell die Dreckecken zu beseitigen", so die City-Managerin. Maik Hartmann, Anleiter der Gruppe, kann bereits die ersten Erfolge melden: "In den ersten Einsatztagen haben wir täglich bis zu 30 Säcke á 120 Liter Müll eingesammelt. Viele Standorte sind nach einer ersten Beräumung auch sauber geblieben." Die Männer in den blauen Overalls mit der Aufschrift "Saubermann" (vorn) und "Dresden - bleib(t) sauber" (hinten) freuen sich vor allem über die überschwängliche Dankbarkeit der Dresdner. Abgestimmt mit den Zyklen der Stadtreinigung sind neben den operativen Aufgaben auch Routinekontrollen in der Neustadt vorgesehen. Vor allem dort, wo sie wegen erheblichen Verschmutzungen täglich notwendig sind. Da die Saubertruppe mit Einsatzorten variabel ist, ergänzt sie sich sehr gut zur Stadtreinigung. Am Montag nach einem Fußballspiel ist beispielsweise das Areal um das Harbig-Stadion ein besonderer Schwerpunkt. Das Service-Projekt ist zunächst auf ein halbes Jahr bemessen. Dafür wurden die Dresdner "Saubermänner" über die Beschäftigungsgesellschaft DAS eingestellt und von der Hartz-Arge mit 810 Euro brutto pro Monat finanziert. Geplant ist allerdings, daß dieses Pilotprojekt auch über die Zeit hinaus eine müllfreie Innenstadt garantieren kann.
Ursula
Foto (Ruhnau): City-Managerin Elena Wiezorek (2.v.r.) bei der Einsatzbesprechung mit ihren City-Stewards und "Saubermännern".
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