19. September 2006
Turf: Freier Eintritt auf Seidnitzer Rennbahn
Dresden. Als "Sparkassenrenntag" ist der kommende Sonntag schon fast volkstümlich geworden, denn die Kassen an den Toren der Rennbahn in Dresden-Seidnitz bleiben geschlossen - der Eintritt ist frei. Auch sportlich steht ein "Großer Preis der Ostsächsischen Sparkasse Dresden" über 1400 Meter (Ausgleich II) im Mittelpunkt, dotiert mit 10 000 Euro. Die gleiche Summe opfert diesmal die Stadt Dresden, die seit Jahrzehnten "ihr" Rennen besitzt, dem freilich früher eine viel größere Bedeutung zugemessen worden ist. Dieses Jahr heißt dieses Rennen "Jubiläumspreis 800 Jahre Landeshauptstadt Dresden" und soll über 2000 Meter führen (ebenfalls Ausgleich II). Hoffentlich kommt die Prüfung aber überhaupt zu Stande, denn ursprünglich wurden nur sechs Nennungen abgegeben, und bei Redaktionsschluss versuchte der Geschäftsführer des Rennvereins noch, Trainer von nachträglichen Nennungen zu überzeugen. Bemerkenswert bleibt, dass der Dresdener Rennverein am Sonntag wenigstens einen kleinen Beitrag zum 800-jährigen Jubiläum seiner Heimatstadt leistet. Im großen Festumzug suchte man unlängst jedenfalls die Dresdener Rennbahn vergebens, obwohl allein die am Jahresanfang in Seidnitz gezeigten Moritzburger Kutschen eine Attraktion gewesen wären. Jedenfalls wurde eine Reklamemöglichkeit vor den 300 000 Besuchern des Festumzuges verschenkt. Von den Dresdner Pferden konnte am Wochenende Rabaul in Halle die Pechsträhne von Trainerin Claudia Barsig mit einem Sieg beenden. Alle Pferde abgegeben hat inzwischen die "Sächsische Galopp-Union", die einst öffentlich den Anspruch erhob, mit ihrem Engagement den Turfplatz Dresden deutschlandweit bekannt zu machen.
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