21. November 2006
Umweltfreundlicher Urbino
Dresden. Ab Januar wird auf den Straßen von Dresden ein ungewöhnlicher Linienbus fahren: Die Verkehrsbetriebe werden ein Jahr lang Europas ersten Serienhybridbus testen. "Öffentlicher Personennahverkehr war immer schon eine besonders ressourcenschonende Form der Mobilität. Mit diesem Hybridbus haben wir ein Fahrzeug gefunden, das sowohl umweltfreundlich als auch ökonomisch sinnvoll ist", so Reiner Zieschank vom DVB-Vorstand. Äußerlich kaum von seinen Dresdner Artgenossen zu unterscheiden, besitzt der Urbino 18 des polnischen Herstellers Solaris einen modernen Hybridantrieb. Dabei arbeitet unter der Motorhaube ein klassischer Dieselmotor parallel mit zwei leistungsstarken Elektromotoren. Sobald der Bus bremst oder mit Nulllast läuft, wird eine leistungsstarke Batterie auf dem Dach des Fahrzeugs aufgeladen, die den Strom im Bedarfsfall dann wieder an die Motoren abgibt. Das hat eine Kraftstoffersparnis von über 20 Prozent zur Folge, was bei den sonst üblichen 50 Litern pro 100 Kilometern eine Menge ausmacht. Selbstverständlich hat diese Erfindung auch einen stolzen Preis: Mit reichlich 400 000 Euro ist das Fahrzeug rund 125 000 Euro teurer als ein herkömmlicher Bus. Da kann sich jeder selbst ausrechnen, wann sich die Anschaffung amortisiert hat. Für die Umwelt allerdings ist dieses Fahrzeug bereits ab dem ersten Kilometer gut.
ddpa
(Foto: ddpa)
