06. Dezember 2006

Schuldenfrei, aber sparsam

Dresden. Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann betonte, daß Dresden zwar schuldenfrei ist und jährlich 60 Millionen Euro weniger Zinsen bezahlen muß, aber der strikte Sparkurs in allen Bereichen weiterhin gilt. Immerhin steigen die Ausgaben z.B. für die soziale Sicherung im nächsten Jahr um 8 Millionen Euro, und die Zuführung zum Vermögenshaushalt für Investitionen werden erhöht. Für Wissenschaft, Forschung und Kulturpflege wurden in diesem Jahr noch 83,2 Millionen Euro ausgegeben. 2007 sollen es nur noch 80,9 Millionen Euro sein. Freuen kann sich der Dresdner Zoo - für ihn sind 4 Millionen Euro für Investitionen vorgesehen. Dagegen müssen die Dresdner Musikfestspiele erhebliche Einbußen hinnehmen. Weniger Geld bekommt auch das Theater Junge Generation, während die Ausgaben für das Europäische Kulturzentrum Hellerau von rund 1,1 Millionen auf 1,7 Millionen Euro steigt. Die Museumsnacht wird um fast 20 Prozent gekürzt. Die Zuweisungen für den Theaterkahn Brettl und die Herkuleskeule gehen um den gleichen Anteil zurück. Etwas mehr bekommt das Heinrich-Schütz-Konservatorium, statt 1,3 Millionen nun 1,4 Millionen Euro. Während in vielen Kultureinrichtungen der Rotstift angesetzt werden muß und Kulturvereine um städtische Unterstützung bangen, erhöhen sich leicht die Ausgaben in der Verwaltung. Für die Beamtenbesoldung und das Tarifgehalt der Mitarbeiter muß aus tariflichen Gründen mehr ausgegeben werden.

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