26. Dezember 2006

Neue Flügel für alte Windmühle

Neue Flügel für alte Windmühle

Dresden. Es ist weithin zu sehen: die alte Gohliser Windmühle hat ihre vier Flügel wieder. Damit die Königswelle die Flügel drehen kann, war die umfassende technische Instandsetzung der 1828 erbauten Holländer Turmwindmühle notwendig (Gesamtkosten fast 200 000 Euro). Die neun Meter langen Flügel wurden durch Tischlermeister Roland Trobisch, unterstützt von Mühlenbauer Andreas Düntzsch, erneuert. Dieses technische Denkmal ist eine der letzten unverbauten Mühlen ihrer Art, die von einem Gebäudekomplex, bestehend aus Bäckerei, Gaststätte, Wohnhaus, Wirschaftbereich und Herberge, umgeben war. Nach ihrer Stilllegung 1914 erlebte die Mühle eine wechselvolle Geschichte als Bäckerei, Ferienlagen, Jugendherberge, Jugendclub und Mühlenmuseum. Durch den häufigen Eigentümerwechsel verfielen die Windmühle und die angrenzenden Nebengebäude zusehends. Vor fünf Jahren erwarb Hans Schönamsgruber das verfallene Denkmal und eröffnete 2003 daneben einen Mühlenbiergarten. Im Sommer 2006 begann die Restaurierung. In nicht allzuferner Zukunft soll hier neben einer kleinen Gastronomie auch wieder ein Mühlenmuseum entstehen.

jm

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