13. Dezember 2006
Christstollenlange Gesichter
Dresden. Alle Jahre wieder sitzen die Fußballer von Dynamo unterm Weihnachtsbaum und müssen feststellen, dass es erneut nicht geklappt hat mit dem Erfüllen der Wünsche, ganz gleich ob es sich dabei (unterklassig) um die Tabellenspitze oder (damals noch höherklassig) um einen Nichtabstiegsplatz handelt. Mit einem 0:1 bei Holstein Kiel setzt die Truppe von Norbert Meier ihre Nulldiät auf Gegners Platz fort. Logische Folge: Die Schwarzgelben überwintern auf Platz fünf und nicht im Spitzenfeld wie etwa (Überraschung!) Erfurt auf Rang drei. Die Thüringer haben nämlich vor Wochenfrist in Kiel gewonnen... Woran liegt's denn, dass die Gegnerschaft immer unbekümmerter den Dynamo-Auftritten auf ihrem Rasen entgegensehen kann? Haben die Dresdner vielleicht zu wenig "Kampfschweine", nachdem die Oswalds, Kukielkas, Wagefelds inzwischen ihr Geld woanders verdienen? Rühmliche Ausnahme in Schwarzgelb: Sebastian Pelzer. Der Linksverteidiger ist der einzige, der rackert, ackert, fightet, die Backen (im Gesicht) aufbläst und die anderen (weiter hinten) zusammenkneift. Was hat Trainer Meier nicht alles versucht, damit seine Auswärts-Schlaffis endlich wieder mal siegen. Hier freie Tage gestrichen, dort weiche Welle mit weniger Training - nix hat geholfen. Vielleicht sollte er während der Winterpause große Fotos mit den christstollenlangen Gesichtern seiner Grashalmartisten nach einer dieser Auswärtspleiten in die Kabine hängen und drunter schreiben "Wollt ihr am Saisonende auch so aussehen?" Vielleicht hilft das!
Ekki
