13. Juni 2006
Unternehmer rettet Eislöwen vor Insolvenz
Kaum zu glauben, aber doch leider wahr: Die Dresdner Eislöwen
bewegten sich überlebensgefährlich am Rande der Insolvenz. Obwohl
die Mannschaft im ersten Zweitliga-Jahr immerhin das
Playoff-Halbfinale erreichte, stand am Ende des Geschäftsjahres ein
Bilanzminus in sechsstelliger Höhe zu Buche. Marketing-Manager
Frank Dietz erklärt dies so "Wir haben einen neuen Steuerberater,
der alles anders berechnet als unser bisheriger. Dadurch schlugen
sich plötzlich Vorgriffe auf Sponsorengelder, die wir getätigt
hatten und die nicht unüblich sind, drastisch auf unser
Geschäftsergebnis nieder." Außerdem hätten die Eislöwen gewisse
Versäumnisse aus der Vergangenheit eingeholt. Doch es fand sich ein
Retter in der Not. Unternehmer Kurt Krieger (Möbel Höffner) stellte
den Eislöwen eine Patronatsbürgschaft zur Verfügung. Zur Höhe
wollte sich der Unternehmer nicht äußern, es soll sich aber um rund
175 000 Euro handeln. Damit konnte die Insolvenz noch einmal
abgewendet werden. Inzwischen waren die Eislöwen-Verantwortlichen
fleißig auf Sponsorensuche und haben dabei einige Erfolge
vorzuweisen. Dazu die ESCD-Präsidentin Barbara Lässig: "Wir haben
schon rund 450 000 Euro an Sponsorengeldern. Unser Ziel sind 650
000 Euro." Trotz allem müssen die Eislöwen nun bei der
Eishockeyspielbetriebsgesellschaft eine Bürgschaft hinterlegen, um
die Lizenz für die kommenden Saison zu erhalten. Zwar konnte die
geforderte Summe noch ein wenig heruntergehandelt werden, sie
bewegt sich aber dennoch im sechsstelligen Bereich. Auch dafür
haben die Elbestädter inzwischen einen Bürgen gefunden. Barbara
Lässig: "Das sind die Technischen Werke Dresden als
Tochterunternehmen der Stadt." Wenn nun nichts mehr schief geht,
erhalten die Eislöwen die Lizenz für 2006/07 in den nächsten zwei
bis drei Wochen.
Tina