04. Juli 2006

Letzter Bauabschnitt voll ausgebaut?

Letzter Bauabschnitt voll ausgebaut?

Dresden. Bürgermeister Herbert Feßenmayr stellte kürzlich die von der Stadt favorisierte Planungsvariante für den letzten Bauabschnitt der Leipziger Straße vor. Die Leipziger Straße wurde vom Hochwasser im August 2002 stark beschädigt. Die von der Landeshauptstadt 2004 eingereichte Planung für den Abschnitt Alexander-Puschkin-Platz bis Konkordienstraße wurde vom Regierungspräsidium nicht genehmigt. ^ Eine Neuplanung wurde erforderlich. Vorgeschlagen wird ein Vollausbau der Leipziger Straße auf o.g. Abschnitt. Beidseitig sollen ausreichend breite Fahrspuren neben den Gleisen entstehen. Dafür muß die Straße verbreitert und Bäume gefällt werden. Die vorhandene gemeinsame Führung von öffentlichem Nahverkehr und Kfz-Verkehr zwischen Kötzschenbroder Straße und der neuen Haltestelle Altpieschen stadteinwärts bis zur Konkordienstraße soll beibehalten werden. Dadurch kann der neue Übergang für Fußgänger und Radfahrer in Höhe Rehefelder Straße als Insel ausgeführt werden. Eine neue Lichtsignalanlage ist nicht nötig. Ab der Konkordienstraße wird in jede Richtung eine Fahrspur neben dem Gleis vorgesehen, die bis zur Oschatzer Straße auch für die Erschließung der angrenzenden Grundstücke genutzt wird. Das Linksabbiegen ist mit Ausnahme in die Konkordienstraße in alle Seitenstraßen erlaubt. Die Haltestellen der Straßenbahn werden behindertengerecht ausgebaut. Die elbabgewandte Gehbahn wird verbreitert, so daß sich die Bedingungen für die Fußgänger und die Geschäfte verbessern. Die Stellplatzbilanz ergibt sieben Stellplätze mehr stadteinwärts und 19 Stellplätze weniger stadtauswärts. Für diese Planungsvariante entstehen Gesamtkosten in Höhe von ca. 9,8 Mio Euro.

Alternativen zur Baumfällung?

Im Zuge der Arbeiten am letzten Bauabschnitt der Leipziger Straße zwischen Alexander-Puschkin-Platz und Konkordienstraße sollen 40 gesunde alte Bäume gefällt werden. Damit folgt die Verwaltung unter Federführung des zuständigen Bürgermeisters Herbert Feßenmayr der Ausbauvariante A (sogenannter Vollausbau), die auch die Fällung von 40 vitalen Altbäumen entlang der Straße einschließ. "Doch es gibt Alternativen", betont Stephan Kühn, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Stadtrat. "Eine günstigere Variante, Variante C genannt, zeigt, daß eine bestandsnahe Sanierung der Leipziger Straße mit Erhalt der Bäume möglich ist. Auch die Frage der Leistungsfähigkeit der Verkehrslage, die bei früheren Planungen vom Regierungspräsidium bemängelt wurde, ist bei dieser Variante entsprechend berücksichtigt worden." Allerdings habe das Regierungspräsidium für die umweltfreundlichere Form des Ausbaus keinerlei Interesse gezeigt.

Foto (Garten): Die umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Stadtrat Elke Zimmermann, Gundula Schmidt-Graute, Ortsbeirätin in Pieschen, und Stephan Kühn, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen, protzestieren gegen die geplanten Baumfällungen an der Leipziger Straße.

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