10. Januar 2007

Telefonforum: Schmerz lass' nach, aber wie?

Telefonforum: Schmerz lass' nach, aber wie?

Feuchtkaltes Winterwetter sorgt gerade jetzt zu Jahresbeginn dafür, dass Menschen mit Gelenkerkrankungen verstärkt unter Schmerzen leiden. Auch die zurückliegenden Feiertage mit dem fetten Essen und reichlich Alkohol tragen bei manchen Patienten dazu bei und äußern sich im Nachhinein mit Gichtattacken. Obendrein bewegt man sich aufgrund der oft ungemütlichen Witterung weniger - und gerät so schnell in einen Teufelskreis, denn nur starke Muskeln und straffe Sehnen können betroffene Gelenke unterstützen.

Zeitgemäße Therapien

Wie zeitgemäße Therapien den Gelenkschmerz bekämpfen und fortschreitende Entzündungen hemmen, können Leser des "Sächsischen Boten" bei unserer Experten-Telefonaktion am 17. Januar von 10 bis 16 Uhr erfragen. Am Telefon mit der kostenfreien Rufnummer 0800 - 000 55 32 nehmen sich die Experten den persönlichen gesundheitlichen Probleme der Anrufer an. Gelenkbeschwerden haben verschiedene Ursachen: Zum einen gibt es die entzündlich-rheumatischen Erkrankungen (Arthritis), die schon Kinder betreffen können, und zum anderen die durch Verschleiß, Fehlstellungen oder Verletzungen verursachten degenerativen Erkrankungen, auch bekannt als Arthrose.

Hohe Dunkelziffer

In Deutschland sind sieben bis acht Millionen Menschen an Arthrose erkrankt, rund 800 000 an rheumatoider Arthritis - eine hohe Dunkelziffer wird vermutet, denn viele leiden still vor sich hin und bagatellisieren ihre Beschwerden. Auch deshalb werden Gelenkerkrankungen oft zu spät erkannt oder nicht rechtzeitig richtig behandelt. Die Folgen können gravierend sein und von chronischen Entzündungen bis hin zur Zerstörung des Gelenks führen. Regelmäßige Bewegung und ein gezielter Muskelaufbau helfen ebenso gegen Arthrose wie die Entlastung der Gelenke und eine gesunde Ernährung. In der Therapie werden Medikamente eingesetzt, deren Wirkung von der reinen Schmerzbekämpfung über die Entzündungshemmung bis hin zum Beheben bereits bestehender Schäden reicht.

Neue Medikamente

Neben den klassischen, nichtsteroidalen Antirheumatika - so genannten NSAR - gibt es inzwischen moderne Schmerzmittel, so genannte Coxibe, die einen gezielten Magen-Darm-Schutz bieten. Denn bei der Behandlung wird es damit immer wichtiger, die persönlichen Risiken des Patienten zu berücksichtigen, um eine optimale und anhaltende Wirkung bei größtmöglicher Sicherheit zu erreichen.

Foto: Dr. med. Wolfgang Bolten, Chefarzt an der Klaus-Miehlke Klinik in Wiesbaden, Fachklinik für Rheumatologie und Orthopädie, ist einer der Experten beim Telefonforum am 17. Januar.

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