17. Januar 2007
Feiern war gestern!
Dresden. Da steht zunächst der Haushalt an, der erstmals für zwei Jahre, nämlich 2007 und 2008, verabschiedet wird. Der Fahrplan sieht den Februar vor. Die Zahlen sind zwar wesentlich freundlicher als in den Vorjahren, weil keine Schuldzinsen mehr zu zahlen sind, aber einfacher wird das Ringen um Budgets und Investitionen trotzdem nicht. Die Bürgerfraktion setzt auf den Ausbau der Königsbrücker Straße die höchste Priorität, die Grünen wollen mehr Geld für den Klimaschutz ausgeben, und die SPD will keine Kürzungen in der Jugendhilfe und bei Kultureinrichtungen zulassen. Für Dresdens größtes Vorhaben, die Waldschlösschenbrücke wird dringend eine schnelle Entscheidung erwartet, auch wenn sie für den Welterbetitel ausfällt und keine Elbquerung gebaut werden sollte. Jeder Tag zu warten, bringt neue Kosten. Ähnlich ist die Entscheidung zum Bau des neuen Fußballstadions. Auch hier erwarten die Dresdner endlich eine Einigung der Ämter. Eine deutsche Großstadt wie Dresden ohne ein Stadion, in dem der Fußballverband Profifußball zulässt, wäre undenkbar. Es soll aber noch mehr gebaut werden. Zum einen stehen die Vorhaben auf dem Neumarkt an, zum anderen soll die neue Eissport- und Ballspielhalle im Ostragehege eingeweiht werden, und auch der mögliche Bau eines neuen Operettentheaters am Wiener Platz steht auf dem Plan. Weitere Bauprojekte sollen in diesem Jahr begonnen werden: Omnibusbahnhof am Hauptbahnhof, Tiefgarage am Altmarkt, Grünzug Weißeritz, Centrum-Galerie an der Prager Straße, Feuerwache Übigau, Hotels am Herzogin-Garten und an der Südseite des Altmarkts. Der 4. Bauabschnitt auf der Leipziger Straße steht im Plan, wie die Sanierung der Karlsruher Straße und der Hermann-Reichelt-Straße. Knapp 50 Millionen Euro sollen für Schulen ausgegeben werden, vor allem für den Neubau des Vizthum-Gymnasiums, ein neues Gymnasium in Bühlau und die Sanierung des Romain-Rolland-Gymnasiums.
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