17. Januar 2007

Mehr Fahrgäste bei Bus & Bahn

Dresden. Von den steigenden Benzin- und Dieselpreisen profitieren nicht nur die Mineralölkonzerne und das Finanzamt, sondern auch der öffentliche Personennahverkehr. Das stellte Rainer Zieschank, Vorstand der Dresdner Verkehrsbetriebe AG, zum Jahresanfang fest. Immerhin benutzten 140 Millionen Fahrgäste Bus und Tram und das sind 1,5 Millionen mehr als im Vorjahr. Mit nur 1,14 Euro könne man schließlich den ganzen Tag quer durch Dresden fahren, wenn man eine Jahreskarte besitzt. Dafür bekommt man derzeit gerade einen Liter Diesel an der Tankstelle. Mit 1,7 Millionen Euro zusätzlicher Einnahmen sank auch der Zuschussbedarf auf erstmals unter 50 Millionen Euro. Anfang der 90er Jahre brauchten die Verkehrsbetriebe noch über 100 Millionen Euro jährlich. Das gab auch die Möglichkeit, rund 62 Millionen Euro in den Fahrzeugpark und die Infrastruktur zu investieren. Das ist dreimal soviel wie die Abschreibungen. Betriebswirtschaftler wissen, daß dies nur starken und gesunden Unternehmen möglich ist. Für dieses Jahr stehen wieder große Vorhaben im Plan. Dazu gehören der Straßenbahnhof Gompitz und die Schienenerweiterung bis Kesselsdorf, der Ausbau des Lennéplatzes mit den Anbindungen zum Zoo, der Paradies- und der Reicker Straße. Die Haltestelle an der Operette wird neu und mit den letzten Flutmitteln kann die Könneritzstraße ausgebaut werden. Der Fahrzeugpark wird um 14 neue 30-Meter-Bahnen sowie 15 Busse erweitert. Es kommen 15 weitere dynamische Fahrgastinformationen an den Haltestellen hinzu, so daß dann 176 Tafeln die Warteminuten anzeigen, und am Jahresende sollen 660 behindertengerechte Haltstellen gezählt werden. Trotz der weiteren Investitionen von 62 Millionen Euro will der Wirtschaftsprofi Zieschank zwei Millionen Euro mehr einnehmen und gleichzeitig eine Million Euro Kosten sparen. Das gibt auch Hans-Jürgen Credé, als Vorstand unter anderem für das Personal verantwortlich, die Sicherheit, den Beschäftigungspakt zu erweitern. "Bis 2013 wird es bei uns keine betriebsbedingten Kündigungen geben", verspricht er.

R.

Foto: In diesem Jahr sollen 15 weitere dynamische Fahrgastinformationen an den Haltestellen installiert werden.

Foto: Garten

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