06. März 2007

Altmarkt wird zum Bauplatz

Um den geplanten Bau einer Tiefgarage unter dem Pflaster des Altmarkts in Dresden gab es jüngst heiße Diskussionen. Zum einen ging es darum, den Striezelmarkt nicht zwei Jahre auf den Ausweichplatz zu verdammen, wie es die Bauablaufplanung vermuten ließ. Und Gerüchte über fehlende Solvenz des Investors Sachsenbau sorgten außerdem für Verunsicherung. Der Stadtrat konnte nun überall ein Häkchen machen und gab für den Baustart am 2. April grünes Licht. Mit dem Investor Sachsenbau und Betreiber Q-Park ist geklärt, daß zwar der Garagenbetrieb erst im Februar 2009 beginnt, aber der Striezelmarkt 2008 wieder am angestammten Platz stattfinden kann. Die jüngsten Randale bei Fußballspielen von Dynamo Dresden forderten den Stadtrat erneut zur Debatte. Der amtierende OB Lutz Vogel bestätigte, daß der Fußballverein ein Präventionskonzept erarbeitet hat, das derzeit geprüft wird. Thomas Blümel (SPD) informierte, daß der Verein 131 000 Euro Strafe wegen Fanausschreitungen bezahlen muß. Und von den Grünen kam die Warnung vor sogenannten Ultras im Club. Das veranlasste die PDS einen Antrag einzubringen, der die Stadt zu einem eigenen Präventionsplan auffordern sollte. Dieser Antrag fiel allerdings durch. Ärger gab es schließlich um die Finanzierung des (friedlichen) Schachsports. Immerhin darf Dresden im nächsten Jahr die Schacholympiade ausrichten. Wilm Heinrich (SPD) hat recherchiert, daß vom 6 Millionen Euro Gesamtetat 4,2 Millionen Euro durch Sponsoren getragen werden sollten, aber erst 600 000 Euro zu Buche stehen. Von 77 geplanten Sponsoren hätten erst drei ihre Unterschrift gegeben. Damit sind auch die Landeszuschüsse gefährdet. Die Stadt trägt aber das volle Risiko, weshalb die Stadträte nun ein Konzept für Möglichkeiten des Sparens einfordern.

her

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