13. März 2007

Freie Fahrt für Straßenbahn durch Coschütz

Freie Fahrt für Straßenbahn durch Coschütz

Seit Wochenbeginn heißt es wieder "freie Fahrt" über die Karlsruher Straße durch Coschütz. Zwischen der Gleisschleife am Achtbeeteweg und dem Westendring ist die Straßensanierung abgeschlossen. Auch die Straßenbahnlinie 3 fährt vom Wilden Mann kommend wieder bis zum Endpunkt Coschütz. Seit Juli des vergangenen jahres wurde die Karlsruher Straße, die hauptverkehrsader im Dresdner Südwesten rekonstruiert. Auf rund 850 Metern Länge erhielt sie neue Schienen und eine komplett neue Decke. Vorher wurden verschiedene Medien im Untergrund ersetzt. Moderne Fahrleitungsanlagen und eine zeitgemäße Beleuchtung komplettieren den Straßenzug. Die Haltestellen Saarstraße und Achtbeeteweg sind behindertengerecht angelegt und besitzen auch Lautsprecheranlagen, die stadteinwärtigen sogar zusätzlich noch elektronische Anzeigetafeln. Auch die Busse der Linie 71 können dort problemlos halten. Der typische Dresdner Kombibord entspricht genau der Einstiegshöhe. Alle Haltestellen sind angelegt als so genannte Kaps, bei denen die Bahn an den Fahrbahnrand fährt. DVB-Vorstand Reiner Ziueschank nannte vor der Wiederinbetriebnahme den Bahnstrecke die Kosten für die Bauarbeiten. Die Gesamtbaukosten inklusive aller Planungsleistungen betragen rund 6,3 Millionen Euro, wovon 4,3 Millionen der DVB-Anteil ist. Der Bau wurde zu 75 Prozent durch den Freistaat Sachsen gefördert. Während der Bauzeit fuhr die Straßenbahnlinie 3 mit Zweirichtungswagen bis zur Westendstraße. Nach der Fahrt über eine temporäre Bauweiche konnte der Fahrer das Gleis und die Richtung wechseln. Am Wochenende wurden die Schienestränge in beide Richtungen komplett für den Betrieb vorbereitet, und in der nacht vom Sonntag zum Montag rollte die "3" wieder am Kotteweg in beide Richtungen. Die endgültige Fertigstellung der Karlsruher Straße wird im Sommer dieses Jahres in Angriff genommen, kündigte Straßenbauamtsleiter Reinhard Koettnitz an. Das bislang ziemlich marode Teilstück von der Gitterseebrücke bis zur Stadtgrenze zu Freital, ungefähr 900 Meter lang, soll ab Juni oder Juli von beiden Städten gemeinsam saniert werden.

E.G.

Foto (Garten): Die Gleise für den zweiten Schienenstrang am Cotteweg wurden am vergangenen Wochenende verlegt.

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