13. März 2007

Sieg bis ins Ziel gerettet

Sieg bis ins Ziel gerettet

Hurra, wir leben noch!, jubelte Trainer Norbert Meier, nachdem seine zehn Dynamos in der 95. Spielminute endlich die drei Siegpunkte sicher hatten. Auch die 14 000 Dynamo-Anhänger im Stadion atmeten nach dem Wechselbad der Gefühle sichtlich durch. Schon nach zwei Minuten gab's den erste Aufreger, doch Fifa-Referee Michael Weiner gab den Erfurter Führungstreffer nach Abseitsstellung (?) von Kumbela nicht. Dann brachten Ludwig vom Elfmeterpunkt und später Ulich per Sonntagsschuss die Hausherren sicher in Front. Doch nach der Roten Karte für Orman nach einen Foul an der Mittellinie begann für den Dynamo-Anhang das große Zittern. In der spannenden Schlussphase, als die Gäste dem Anschlusstreffer noch den Ausgleich folgen lassen wollten, hielt es keinen Dresdner mehr auf den Sitzen. Nicht wenige dachten da ganz gewiss an die Vorwoche, als der Sieg in der 94. Minute noch den Bach runter ging. Doch diesmal hatten die Schwarzgelben das Glück auf ihrer Seite. "Einen Sieg der Moral" nannte der Dynamo-Coach den Erfolg seiner Truppe über eine durchaus besser spielende Erfurter Mannschaft. "Ich hab's vorher gesagt, dass wir die auswärts starken Erfurter nicht im Vorbeigehen an die Wand spielen können. Doch meine Jungs haben gespielt wie aus einem Guss, geschlossen, kampfstark und überlegt. Ich denke, die Mannschaft ist in den letzten Wochen enger zusammengerückt." Das wird sie wohl auch künftig tun, denn die personelle Notlage entspannt sich keineswegs. Neben den zahlreichen Verletzten müssen nun auch noch Orman (Rot-Sperre) und Stocklasa (fünfte Gelbe karte) pausieren. Das nächste Wochenende ist für Dynamo spielfrei, einerseits nicht gerade ein Vorteil, weil die Tabellennachbarn punkten und Dresden um mehrere Plätze verdrängen können. Zum anderen aber auch wieder ein Vorteil, weil Dynamo sich "die Wunden lecken" kann und auf die Rückkehr des einen oder anderen verletzten Spielers (Vorbeck, Votava) hoffen kann.

Ekki

Foto (Männel): Der Dresdner Ivo Ulrich war nicht nur in dieser Spielszene von den Gästen nicht zu stoppen. 

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