08. Mai 2007

Noch Kredit für die Monarchs

Noch Kredit für die Monarchs

Es ist ja kaum zu glauben - Dresdens Footballer haben bei ihren Fans einen Kredit ohne jedes Limit! Welch' anderes Team wäre nach einer 0:39-Niederlage im eigenen Stadion mit Beifall in die Kabinen verabschiedet worden? Und das war wirklich keine Häme!

Vielleicht lag's ja daran, dass an diesem Sparkassen-Gameday die ungeliebten Adler zu Gast (und erfolgreich) waren. Weil es am spielerischen Bankrott der Monarchs nichts zu deuteln gab, wollte man den Überfliegern aus Berlin nicht auch noch die Freude gönnen, Augen- und Ohrenzeugen eines "Ausverkaufs" auf den Rängen zu werden.

Lohnt es denn aber noch, Vertrauen in diese Monarchs zu investieren? Nun, wer kühl kalkuliert, wird beim Spiel der Defense gute Ansätze gesehen haben. Wenn z.B. der neue US-Linebacker Edmund Hillary (erst seit einer Woche in Dresden und bislang ohne Partner aus den USA) richtig ins Team findet, wird er sein Geld wert sein. Der Mann ist schnell, kann zupacken. Da sitzen die Tackles! Und wischen wir uns beim Rückblick auf das Sonntagsspiel im Steyer-Stadion mal die Tränen aus den Augen: Das erste Quarter war doch ganz ordentlich. Es bedurfte eines satten 48-Yard-Fieldgoals der Gäste, um in Führung zu gehen. Worauf man außerdem sein Geld setzen kann: Die Dresdner Defense ist enorm leidensfähig. Wie sonst konnte sie es - ohne laut aufzuschreien - ertragen, dass ihre schwer erkämpften Ballbesitze von der Offense leichtfertig verschenkt wurden.

Was im Angriff gezeigt wurde (oder was nicht), kam einem Offenbarungseid nahe. Ein unermüdlicher Lucas Wetzel war zu wenig auf der Haben-Seite. (Kim Kuci, Gregor Hartmann und Markus Brunner konnten leider nicht als Aktiva einbezogen werden. Sie fehlten - warum nur gerade in diesem wichtigen Spiel?)

Harten Wochen liegen vor den Monarchs! Spekuliert wird auf einen US-Quarterback und einen Widereciever aus Übersee. Nur ist das eine Rechnung mit Unbekannten...

H.-G. Prause

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