15. Mai 2007

Frauenkirche und Zwinger brechen Tourismusrekorde

Frauenkirche und Zwinger brechen Tourismusrekorde

Über 10,3 Millionen Gäste kamen 2006 nach Dresden. Fast 3,5 Millionen Übernachtungen wurden in den Hotels und Pensionen registriert. Das bedeutet ein Zuwachs von 18,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zahlen, die Dresdens Touristiker mit der DWT-Geschäftsführerin Yvonne Kubitza an der Spitze, aber auch die Wirtschaft mit Bürgermeister Dirk Hilbert jubeln lassen. Immerhin ließen die Gäste 743 Millionen Euro Netto (189 Millionen mehr als im Vorjahr) in den Kassen der Hotels sowie den Handels- und Dienstleistungseinrichtungen. Hinter Berlin, München, Hamburg, Frankfurt und Köln liegt Dresden auf Rang sechs der großen deutschen Tourismus-Metropolen. Die Frauenkirche, das 800-jährige Stadtjubiläum oder das Grüne Gewölbe waren die Magneten, die Besucher aus aller Welt, über 65 000 Übernachtungen buchten allein US-Amerikaner, nach Dresden lockten. Aber auch Großereignisse wie das Robbie-Williams-Konzert und nicht zuletzt zahlreiche Kongresse brachten der Hotellerie eine Steigerung der Bettenauslastung um über fünf Prozent auf 58,7 Prozent. Dass die rasanten Zuwächse nicht jedes Jahr so bleiben, ist allen Touristikern bewusst. Aber es würde sich auch in diesem Jahr zeigen, dass Dresden nach wie vor gefragt sei, meinte Yvonne Kubitza. Ihre Einrichtung versucht mit neuen Produkten weitere Zielgruppen anzusprechen. Familien sollen vor allem mit der "Detektivausbildung" gewonnen werden. Sie umfasst einen Rundgang durch die Altstadt, ein aufregendes Sinnes-Training im Hygiene-Museum und das Lösen eines Kriminalfalles in den Technischen Sammlungen. Jan Burghardt, Vorsitzender des Dresden-Hotels e.V. warnt vor der gewaltigen Kapazitätserweiterung. Immerhin wollen bis Ende 2008 neun neue Hotels eröffnen. Es wird sogar davon gesprochen, dass 14 Hotelprojekte in Arbeit sind. Die Gefahr eines Preiskampfes liegt nahe, von dem alle einen Schaden nehmen würden.

R.

Foto (dbd): Besucher aus Japan im Dresdner Zwinger

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