05. Juni 2007
Turf: Am Wochenende ist Doppelrenntag in Dresden-Seidnitz
Am Wochenende lädt der Dresdener Rennverein bereits zu seinem Saison-Höhepunkt nach Seidnitz ein: am Sonnabend zur Derby-Vorprüfung "Großer Freiberger Premium Preis" über 2200 Meter, am Sonntag zum "BMW-Sachsen Preis" über 2000 Meter.
Der "Freiberger" steht dabei in der Tradition des Dresdner Preises der Dreijährigen, der zu DDR-Zeiten auch schon Herold-Rennen und Preis der VE Gestüte hieß. Wer sich hier bewährte, konnte häufig danach im Derby auch eine gute Rolle spielen. Einige Zeit lief das Dresdner Rennen der einen Tag später stattfindenden Kölner "Union" den Rang ab. Da gab es an der Elbe 50 000, am Rhein 100 000 Euro. Der Geldpreis am Rhein ist geblieben, an der Elbe wurde auf 30 000 reduziert. Folge: Die großen Ställe bewerben sich nur noch selten um die Dresdner Prämien; in diesem Jahr können nach dem Nennungsergebnis maximal zwei Pferde überhaupt noch im Derby starten.
Den Wettern kann das gleichgültig sein, einen spannenden Rennverlauf mag es trotzdem geben, aber Insider blicken mit Sorge auf die Entwicklung, weil aus der künftigen Leistung der Sieger und Platzierten die bedeutende Einordnung der Prüfung im Rennsystem als "Listenrennen" getroffen wird. Deshalb sollten Partner des Dresdener Rennvereins den Wirtschaftsboom auch im Sponsoring niederschlagen lassen.
In diesem Jahr schmälert ein zusätzliches Hindernis die Turfkarte: Der katholische "Fronleichnam" ist auf den Donnerstag vor dem Dresdner Meeting gewandert und wird von vier Vereinen zu Galoppveranstaltungen genutzt. Überdies entschloss sich Krefeld zur Abhaltung eines Sonnabend-Renntages. Bei insgesamt sowieso gesunkener Pferdezahl werden in dieser Situation die Starter knapp, so dass man an beiden Tagen die sonst in Dresden gerühmten großen Felder nicht sehen wird.
Ferdl
Foto/Archiv: dbd
