08. Juli 2008
Burghoffest am 12./13. Juli erinnert an Sieg über kaiserliche Kroaten
Allerhand Schabernack rund um den Eierdieb
Stolpen. Der Eierdieb kann das Mausen einfach nicht lassen. Aber genau deswegen liebt ihn das Publikum zum Burghoffest. Denn, wenn die Häscher seiner habhaft geworden sind, dann beginnt ein großes Gaudi – das Tauchen in der Burgzisterne! Aber auch beim Wasserholen aus dem über 84 Meter tiefen Burgbrunnen oder den spektakulären Aktionen am Pranger sammeln sich schnell Trauben von Schaulustigen. Das kunterbunte Lagerleben selbst ist schon eine Augenweide. Dort wird allerhand Schabernack getrieben und gute Sitten sind chancenlos.
Doch das Treiben hat einen historischen Hintergrund. Anno 1632 nämlich hatten die Stolpener allen Grund, ausgelassen zu feiern. Sie trotzten mit Geschick den kaiserlichen Kroaten, welche die Burg belagert hatten.
Helmut Preuß aus Stolpen kann es jedenfalls kaum erwarten, bis das Spektakel im vierten Hof am 12. und 13. Juli stattfindet. Dann darf wieder mit einem Augenzwinkern an den Sieg von damals erinnert werden. "Die Teilnehmer finden hier für zwei Tage eine Gemeinschaft Gleichgesinnter, die im Alltag leider immer mehr verloren geht", so das Mitglied der Stolpener Stadtwache, die das Fest gemeinsam mit dem Fischbacher Traditions- und Schützenverein gestaltet.
Vier Lkw-Fuhren mit Requisiten müssen aus Langenwolmsdorf rangekarrt werden. "Da half uns Dachdeckermeister Henke aus Rathmannsdorf aus der Klemme, denn das Fahrzeug muss durch die engen Burgtore passen...", ist das Mitglied der Stolpener Stadtwache froh. Rund 30 Teilnehmer zwischen eins und 70 werden im Stolpener Lager erwartet.
Eine kalte Dusche für den Eierdieb. Foto: Klaus Schieckel
