08. Juli 2008
Traminer von Sachsens ältestem Rebstock in der WeinErlebnisWelt präsentiert
Frisch, würzig und elegant
Meißen. "Er ist ein sehr frischer Wein mit den typischen Aromen von Rosenduft, Nelken, Aprikosen. Er ist schmelzig, cremig und zeichnet sich durch gute Würze aus", urteilte Gabi Model von Karstadt Feinkost. "Man merkt es ihm an, dass er von einem sehr alten Rebstock stammt", fügte Jana Schellenberg vom Dresdner Romantik-Hotel Pattis hinzu. "Er hat Eleganz und viel Feinheit", ergänzte der Sommelier vom Hotel Kempinski Frédérik Fourré. Das Objekt der Begierde war der 2. Jahrgang Traminer von Sachsens ältestem Rebstock, der an einer Mauer des Klosters Heilig Kreuz in Meißen gedeiht und gehegt und gepflegt wird.
Vorige Woche wurde dieser edle Tropfen im historischen Fass-keller der WeinErlebnisWelt präsentiert. Mit dabei waren die Sächsische Weinkönigin Irene Grusla, die beiden Weinpaten Dr. Winfried Schulze und Steffen Rößler, der Geschäftsführer der Sächsischen Winzergenossenschaft, Lutz Krüger, der Vorsitzende des Meißner Hahnemannzentrum e.V., Helge Landmann, sowie fünf namhafte Dresdner Sommeliers.
Knapp 200 Jahre alt ist der Traminerrebstock. Obwohl er ein Methusalem ist, prägt ihn eine starke Vitalität. Die Grundlage für die Pflege des Naturdenkmals und für den Ausbau des Weines ist eine Vereinbarung zwischen dem Meißner Hahnemannzentrum e.V. und dem Weinbauverband Sachsen. Der erste Rebschnitt fand im März 2005 statt. 43 Flaschen kamen für den Jahrgang 2006 zusammen. Davon gingen Flaschen nach Indien, Belgien aber auch an Vertreter der Gemeinschaft Deutschsprachiger Weinbruderschaften, die in Rheinhessen ansässig sind.
40 Flaschen hat die Sächsische Winzergenossenschaft diesmal aus 15 Kilogramm Trauben gekeltert. "Das war gar nicht so einfach, denn wir haben Technik vor allem für größere Mengen. Die 15 Kilogramm Trauben wurden per Hand gemaischt, bei 14°C gegoren, filtriert und in Flaschen abgefüllt", erklärte die Kellermeisterin der Sächsischen Winzergenossenschaft Natalie Weich. "Der Traminer ist eine echte Rarität für besondere Anlässe", hob Lutz Krüger hervor.
Gemeinsamverkosteten sie den edlen Tropfen: Lutz Krüger, Helge Landmann, Weinkönigin Irene Grusla, Dresdner Sommeliers,Natalie Weich undDr. Winfried Schulze (v.l.). Foto. Giese
Simone Giese
