15. Juli 2008

Zur Schacholympiade: Staatsoperette spielt "Chess"

Zur Schacholympiade: Staatsoperette spielt "Chess"

Langsam steigt in Dresden das Schachfieber. In vier Monaten trifft sich die Welt im Congresscenter zur Schacholympiade. Die Staatsoperette hat ihre Partie bereits gewonnen und mit dem Musical "Chess" der Ex-ABBA-Stars Benny Andersson und Björn Ulvaeus eine Inszenierung auf die Leubener Bühne gebracht, für die es bei der Premiere zehn Minuten Schlussapplaus gab.

Regisseur Wolf Widder ist es gelungen, auch Nichtschachspieler in Spannung zu halten. Die Handlung zeigt, wie einst hinter den Kulissen des WM-Kampfes Spasski (UdSSR)-Fischer (USA) der "Kalte Krieg" die Läufer außer Puste bringt, die Springer im Zickzack hüpfen lässt und die Türme zur Beobachtung genutzt werden. Natürlich spielt die Liebe eine Hauptrolle, aber sie bleibt als Bauernopfer auf der Strecke.

Bühnenbild und Kostüme nehmen das Publikum authentisch mit in die 60-er Jahre. Die tanzende Schachfiguren werden vom Ballett mitreißend umgesetzt, und die Musik reicht von heißen Funk-Titeln bis zu Rockballaden mit Gänsehaut-Effekt.

Ursula

PS: Wer die Aufführung sehen will, muss sich bis nach der Sommerpause und länger gedulden.

Mehr Aktuelles zu Dresden und dem Umland in der "Dresdner Woche" bei www.dresden-report.de

 

Foto: "Die Staatsoperette Dresden hat die gesamtstädtische Initiative aufgegriffen und unterstützt uns hervorragend im kulturellen Bereich", freute sich Bürgermeister Winfried Lehmann (links), hier beim Schachspiel unter den Augen von Nadine Eisenhardt, der Florence aus dem "Chess"-Musical, mit Wolfgang Schaller, Intendant der Staatsoperette.

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