28. Oktober 2008
Bilderbuch aus Sandstein
Heinrich-Schütz-Residenz am Neumarkt zeigt sich in alter Schönheit
Heinrich Schütz würde sicher staunen, könnte er sehen, wie jenes Haus wiedererstand in dem er 28 Jahre seines Lebens verbrachte. Seitdem vor gut zwei Wochen die letzten Baugerüste an der Heinrich Schütz Residenz fielen ist der 20 Millionen teure Bau ein Besuchermagnet und Fotoobjekt der besonderen Art.
Denn viele bestaunen die kostbaren Sandsteinfiguren, Schmuck und Stuckelemente und ganz besonders die zwei Erker. Die Seniorenresidenz, die 50 exklusive Wohnungen mit höchstem Komfort besitzt, unterteilt sich in zwei Häuser, optisch nicht nur durch die unterschiedliche Höhe sondern auch die Farbgebung und den Inhalt der die Außenfassaden verzierenden Schmuckelemente.
Das Schützhaus vis a vis zum Steigenberger Hotel – nach dem berühmtesten deutschen Komponisten des Frühbarocks benannt – entstand zwischen 1550 und 1730. Das gegenüber dem Kulturpalast wiedererstandene Köhlersche Haus konnte nach nur zwei Jahren Bauzeit 1749 vom Böttchermeister Johan Köhler bezogen werden. Deshalb an diesem viele Verzierungen, die den Weinanbau und die Fassherstellung chronologisch bebildern. Wer genauer hinschaut wird nicht nur entdecken, das im zwischen 1540 und 1550 entstandenen Runderker (er ist eins der wenigen Renaissancebauelemente Dresdens) sowie am Portal des Schützhauses historische Elemente wieder verwendet wurden ( so der Kinderfries und der Frauenkopf mit Eichenlaub) sondern auch am Köhlerschen Haus 30 Sandsteinelemente an ihren alten Platz zurück fanden. Für Betrachter schnell zu erkennen, denn sie wurden in ihrer dunklen Färbung belassen.
Am 31. Oktober ist Tag der offenen Tür und kann das auf historischen Kellergewölben Stein auf Stein gebaute architektonische Kleinod besichtigt werden. Ein Bau so recht nach den Vorstellungen der Gesellschaft Historischer Neumarkt.
Jm
Die Erker am Schützhaus und dem Köhlerschen Haus mit ihren Sandsteinfiguren und künstlerischen Stuckelementen sind schon jetzt begehrte Fotoobjekte. Foto: ddbd
