15. April 2008
Eishockey: Dresdner Eislöwen feiern Wiederaufstieg
Der Jubel in der neuen Freiberger Arena kannte am Sonntag keine Grenzen. Nach einem dramatischen fünften Spiel, das bis zum Schluss auf Messers Schneide stand, schoss Kevin Gardner vor weit über 4000 Fans die Dresdner Eislöwen gegen Füssen in der Verlängerung in den siebenten Eishockey-Himmel, der in dem Fall die 2. Bundesliga ist. Das war der sofortigen Wiederaufstieg!
Dabei bewies die Mannschaft im letzten Spiel noch einmal Moral und Charakter, als sie zweimal einen Zwei-Tore-Rückstand aufholte und zum Schluss den Sieg aus dem Feuer riss.
Dabei hatten die Eislöwen trotz einiger Turbulenzen die gesamte Saison über die Oberliga-Nord dominiert und waren als Favoriten in die Playoffs gestartet. Füssen erwies sich jedoch im Halbfinale als hartnäckiger Widerpart, der bis zuletzt kämpfte.
Nach dem Happyend im letzten Playoff-Krimi gestand Kapitän Jakub Körner: "Es ist immer schwer, den letzten Schritt zu tun. Doch wir haben immer an uns geglaubt." Auch Roman Weilert freute sich: "Es ist besonders schön, nach einem solch spannenden Spiel den Aufstieg zu schaffen." Und die ESCD-Präsidentin Barbara Lässig blickte schon voraus: "Jetzt wollen wir uns in der 2. Bundesliga etablieren." Manager und Trainer Jan Tabor möchte das Gros der Mannschaft zusammenhalten, sucht gezielt nach vier bis fünf Verstärkungen.
Klar ist schon, dass Jakub Körner und Jason Deleurme (Vertrag verlängert sich automatisch) auch nächste Saison das Eislöwen-Trikot überstreifen. Auch Torhüter Michal Marik sagte bei der Aufstiegsfeier: "Ja, ich bleibe in Dresden." Einig ist sich Tabor mit Jason Lundmark und Kevin Gardner. Weiteren Cracks liegen Angebote der Eislöwen vor. Ob Tabor einen neuen Trainer sucht oder vielleicht sogar selbst hinter der Bande bleibt, ließ er noch offen.
Am Sonnabend gibt es erst eine zünftige Fan-Party mit einem Autokorso ab 17 Uhr durch die Stadt.
Tina
