22. April 2008

Stahltor für das Ostra-Ufer - Hochwasserschutz für Dresdner Altstadt soll bis Ende des Jahres komplett sein

Stahltor für das Ostra-Ufer - Hochwasserschutz für Dresdner Altstadt soll bis Ende des Jahres komplett sein

Die Bauarbeiten für den letzten Abschnitt der Hochwasserschutzlinie für die Dresdner Altstadt am Ostra-Ufer haben begonnen. Mit Fertigstellung dieses Bauabschnittes wird der innerstädtische Hochwasserschutz komplett sein. Einen Überblick über den aktuellen Stand der Bauarbeiten gaben kürzlich vor Ort Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert und Umweltamtsleiter Christian Korndörfer.

Mit dem jetzt begonnenen Bauabschnitt quert die Hochwasserschutzlinie das Ostra-Ufer auf Höhe des Internationalen Congress Center in Form eines 20 Meter breiten und drei Meter hohen Tores. Dieses Tor befindet sich im Normalfall in einer Art "Garage", der sogenannten Torkammer, neben dem Parkplatz unterhalb der Devrientstraße. Im Hochwasserfall wird es aus der Garage über das Ostra-Ufer gezogen. Bis Mitte Oktober entstehen am Ostra-Ufer die Fundamente für Torkammer, Stahlschiebetor und Torwiderlager, die sich auf insgesamt 22 Bohrpfähle gründen.

Die Untergrundabdichtung um das Kongresszentrum reicht bis zu einer Tiefe von etwa sechs Metern. Dafür wird über sogenannte Schnecken (vergleichbar mit überdimensionalen Bohrern) eine Zementflüssigkeit in die Erde eingebracht und mit dem Erdreich vermischt. Daraus entsteht die Wand im Untergrund. Zurzeit werden noch alte Gleisanlagen, Befestigungen und Munitionsreste im Erdreich entfernt.

Die im August 2007 an der Elbe begonnenen Arbeiten zwischen Basteischlösschen und Kongresszentrum werden bis Juni 2008 abgeschlossen sein. Hier wurde das Stabgeländer auf den Ufermauern durch eine Stahlbetonmauer mit Sandsteinverkleidung ersetzt. Ist die notwendige Schutzhöhe im Hochwasserfall größer als die 90 Zentimeter hohe Mauer, wird mit einem mobilen Aufsatz erhöht.

 

"Land unter!" hieß es Anfang April 2006 am Ostra-Ufer. Bislang bedurfte es keines "Jahrhunderthochwassers" wie 2002, um Teile der Dresdner Innenstadt zu überfluten. Foto/Archiv: ddbd

 

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