06. Januar 2009

Dresdner Polizei im Umzugsstress

Dresdner Polizei im Umzugsstress

Die Dresdner Polizisten ziehen um – im Stadtgebiet von Süd nach Nord, von Ost nach West oder auch nur zu Kollegen in die Nachbarschaft. Der Grund dafür ist die Neustrukturierung der Polizeireviere, wobei die bisherigen zehn aufgelöst und sechs neue gebildet werden. Wenn alles planmäßig verlaufen ist, sollten bereits zu Beginn dieser Woche alle Dienststuben bezogen, Schreibtische eingeräumt und die Dienstpläne fertig sein.

Die Neuordnung der Polizei bringe laut deren Präsident Dieter Hanitsch beispielweise Einsparungen beim Verwaltungsaufwand sowie eine etwas höhere Präsenz im Streifendienst und letztlich mehr Sicherheit für die Bürger. Um dabei die Belastungen für die Beamten möglichst gleichmäßig zu verteilen, wurden neben der Fläche u.a. auch die Zahlen der Einwohner, Schulen und öffentlichen Einrichtungen in den betreffenden Gebieten zugrunde gelegt. Entstanden sind sechs flächenmäßig unterschiedlich große Dienstbezirke (siehe Skizze), die Polizeireviere Dresden-Mitte (Schießgasse 7), Nord (Bautzner Straße 19), Nordwest (Osterbergstraße 24), Blasewitz (Loschwitzer Straße 43), Südost (Niedersedlitzer Straße 19) und West (Julius-Vahlteich-Straße 2).

Das Polizeirevier Nord als flächenmäßig größtes umfasst jetzt auch die Dresdner Heide und das Schönfelder Hochland. Die Reviere in Plauen, Klotzsche, Leuben und Schönfeld-Weißig werden zu Zweigstellen umfunktioniert, wo Bürger auch künftig noch ihre Anliegen vorbringen können.

In jedem Polizeirevier sorgen 65 bis 80 Beamte in Spitzenzeiten, etwa am Wochenende oder bei erhöhter Unfallgefahr, für die Sicherheit der Dresdner. Einige Bereiche der polizeilichen Arbeit wurden darüber hinaus zentralisiert. So wird die Zweigstelle Plauen für die Internetkriminalität zuständig sein, das Revier Südost für den Ladendiebstahl und Mitte für den Kfz-Klau.

Polizeipräsident Dieter Hanitsch verspricht sich von der Bündelung einzelner Dienstbereiche mehr Effizienz in der Ermittlungsarbeit, auch wenn er einräumt, dass sich sicher noch einiges einpendeln müsse.

G. Besser

Foto: Polizeipräsident Dieter Hanitsch bei der Erläuterung der neuen Struktur für die Dresdner Polizeireviere.

Anmeldung