13. Januar 2009

Eiszeit in Sachsen: Gewässer sind unter Kontrolle

Eiszeit in Sachsen: Gewässer sind unter Kontrolle

In ganz Sachsen haben in den vergangenen Tagen teils extrem frostige Temperaturen geherrscht. Auch weiterhin soll es im Freistaat frostig kalt bleiben.

Auf den Flüssen, Seen und Talsperren bilden sich immer dickere Eisschichten. Dadurch steigt die Hochwassergefahr. Das Eis kann auch Schäden an wasserwirtschaftlichen Anlagen und Schiffen verursachen. "Wir beobachten die Situation von Anfang an sehr genau, um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und abzuwehren", so Umweltminister Frank Kupfer.

Während größere Flüsse wie die Elbe und die Vereinigte Mulde neben treibenden Eisschollen vor allem starkes Randeis aufweisen, frieren kleinere Fließgewässer in den beruhigten Abschnitten oft komplett zu. Die Gefahr eines Hochwassers besteht vor allem dann, wenn sich der Gewässerquerschnitt durch Grund-, Rand- und Treibeis stark verringert und wenn sich Eisversatz an Brücken und Wehren staut. Weiterhin wird die Funktionsfähigkeit von wasserwirtschaftlichen Anlagen durch eine starke Eisbildung gefährdet.

"Auch wenn in Sachsen aktuell keine Hochwassergefahr besteht – das Eishochwasser vom Winter 2006 hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, dass sich alle Beteiligten frühzeitig auf mögliche Extremsituationen einstellen", mahnte Kupfer.

Zur Erinnerung: Im Februar und März gab es damals in Sachsen eine akute Hochwassersituation, hervorgerufen durch Eis und Schnee. Dennoch konnten durch schnelles und umsichtiges Handeln der Landestalsperrenverwaltung und der Wasserwehren größere Schäden weitestgehend verhindert werden.

Aktuelle Informationen zur aktuelle Hochwasser-Situation in Sachsen im Internet unter

www.hochwasserzentrum.sachsen.de

 

Foto (Schulter): Eisschollen auch im Alberthafen in Dresden

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