24. Februar 2009

Fernsehtipp: Beim MDR Sachsenspiegel ist „Sammer-Time“

Fernsehtipp: Beim MDR Sachsenspiegel ist „Sammer-Time“

Beim Deutschen Fußball-Bund in Frankfurt weht ein frischer Wind. Mit Matthias Sammer als Sportdirektor hat erstmals ein Mann aus der "Kaderschmiede" der DDR das Kommando über den deutschen Kicker-Nachwuchs.

Als Junge durchlief der 40jährige die berühmte Dresdner Nachwuchsschule, in einem Jahr schoss er sagenhafte 260 Tore. Mit 17 debütierte er im Frühjahr 1985 in der ersten Mannschaft von Dynamo Dresden. Von Anfang hatte er einen "Privatcoach" – seinen Vater Klaus, mit Dynamo Dresden selbst DDR-Meister und Auswahlspieler. Zum Leidwesen von Mutter Dörte wurde pausenlos im Flur oder auf dem Hinterhof an der Teppichklopfstange "gebäbbelt". An den Wochenenden ging es in das Harbig-Stadion. Dorthin, wo Sammer Junior viele Jahre später selbst bei den Schwarz-Gelben spielte. Seine Sportlerkarriere führte ihn in die Bundesliga, in die Nationalelf...

Matthias Sammer traut sich heute ohne Mühe zu, aus einer Anzahl ihm unbekannter Fußballer jene herauszufinden, die den Bildungsweg der Kinder- und Jugendsportschule in der DDR durchliefen. Koordinative Übungen oder das berühmte Kopfballpendel seien nur zwei Grundlagen für Gewandtheit, Geschicklichkeit oder auch das Antizipieren von Spielsituationen.

"Wir müssen wieder mehr Fußball spielen", lautet seine unmissverständliche Forderung. Sammer weiß, wovon er spricht. Die intensive und systematische Ausbildung in der damaligen DDR wurde nicht nur von den Holländern studiert, kopiert und weiterentwickelt. Vor einiger Zeit kehrte das Modell auch wieder nach Deutschland zurück, wo es zu Wendezeiten aus ideologischen Gründen verpönt war.

"Zurück in die Zukunft" heißt das Motto, hinter dem Matthias Sammer jetzt als DFB-Sportdirektor steht. Mehr dazu in der MDR SACHSENSPIEGEL REPORTAGE am 25. Februar, 21.15 Uhr.

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