03. März 2009
Visionen für das Dresdner Robotron-Gelände
Oft werden die Stadtplaner kritisiert, sie hätten keine Visionen. Für das Gebiet der südlichen Pirnaischen Vorstadt mit dem Robotronareal haben jetzt aber fünf Architektenbüros in einem städtebaulichen Werkstattverfahren Entwürfe vorgelegt, die hoffen lassen.
Ob als „Collage Park“ der Dresdner Knerer und Lang, als „Neues Stadtquartier“ der Stuttgarter Pesch und Partner oder als „Stadt-Park-Ensemble“ des Berliner Atelier Lodl, alle haben die gleichen Grundgedanken. Die Freiraumqualität des Großen Garten soll sich bis an den Altstadtring heran entwickeln. Eingerahmt vom Blüherpark und der Bürgerwiese sowie der Lingnerallee soll ein großer baulich gerahmter Innenstadtpark entstehen, in dem die Sportanlagen des Rudolf-Harbig-Stadions, das Georg-Arnhold-Bad und das Deutsche Hygienemuseum eingebettet sind.
Nach Auslaufen der heutigen Nutzung im Robotronareal könnte zwischen Park und Promenadenring langfristig ein neuer hochwertiger Standort für vielfältige Büronutzung entstehen.
So fantastisch sich diese Pläne ansehen, sie haben einen Mangel, nämlich die Zeitachse. Sollten sich die Stadtplaner für einen Entwurf entscheiden, beginnt die langwierige bürokratische Planung vom Rahmenplan zum so genannten B-Plan. Besitzer der Flächen, Stadtrat und viele andere Institutionen wollen ihren Beitrag geben, und dann kommt noch das eigentlich Wichtigste – die Finanzierung.
Bei der Präsentation dieser visionären Entwürfe, die noch bis zum 6. März im Lichthof des Rathauses und vom 10. bis 20. März im Foyer des Technischen Rathauses zu besichtigen sind, wurde deshalb gesagt, dass vor fünf Jahren nicht mit einem Baubeginn zu rechnen ist.
R.
Entwurf eines „Stadtquartiers am Park“ der Stuttgarter Architekten Pesch und Partner.
Repro: Stadtplanungsamt
