05. Januar 2010
Fußballer im Trainigslager: Im Schnee zurück in die Spur?
Mit einem versöhnlichen Ausklang verabschiedeten sich die Dresdner Dynamo-Fußballer vor den Festtagen nur in einen Kurzurlaub. Bereits diese Woche weilt Trainer Matthias Maucksch mit seiner Truppe im Trainingslager in Altenberg.
Im Schnee wird natürlich weniger Fußball gespielt, sondern hier sollen vor allem Fitnessmängel behoben werden. Auf dem Weg aus der Krise braucht man nicht nur klare Köpfe, sondern auch schnelle Beine.
Zuvor sind einige personelle Entscheidungen gefallen. Sechs Spieler wurden aus dem Kader gestrichen, auch die Drittliga-Profis René Trehkopf, Cataldo Cozza und Bekim Kastrati.
Gegen den Zweitligaabsteiger SV Wehen Wiesbaden gab’s zuletzt den erhofften und dringend nötigen Punktspiel-Sieg. Dazu kam einen Tag drauf noch der beherzte Auftritt unter dem Riesaer Hallendach beim Regio-Cup, wo ja der zweite Platz heraussprang. Man wird bescheiden.
Schon am Neujahrstag hatte Trainer Maucksch den Aufgalopp der Vorbereitung auf die Rückrunde angesetzt. Und die wird ganz im Zeichen des Abstiegskampfes stehen.
Die Bilanz nach 21 absolvierten Spielen spricht eine beredte Sprache: Sechs Siege, fünf Remis und zehn Niederlagen sind einfach zu wenig des Guten! Vergessen in derweil die markigen Trainersprüche vor dem ersten Anpfiff im Sommer. Besser sein als im Vorjahr wollte man, oben mitspielen und ein Wenig vom Aufstieg träumen … Die Realität sieht anders aus. Dynamo droht nach wie vor der Abstieg.
Kein Wunder also, dass für Trainer Ruud Kaiser nach dem 12. Spieltag Feierabend in Elbflorenz war. Der kumpelhafte Niederländer konnte die Mannschaft zuletzt nicht mehr zur gu-ten Form der Rückrunde der vorigen Saison bringen. Letztendlich musste er gehen – nicht, weil er vieles falsch, sondern zu wenig richtig gemacht hatte.
Sein Nachfolger Matthias Maucksch konnte sich der Fehleinschätzung seines Vorgängers, die Mannschaft habe das Potenzial, ganz oben mitzuspielen, nicht anschließen. Mal sehen, ob seine Forderung nach echten Verstärkungen erhört werden und ob diese auch finanzierbar sind.
Dynamo braucht frische Kräfte. Denn die zurück liegenden Wochen und Monate haben deutlich gezeigt, dass bei Ausfällen durch Verletzungen und Sperren die fehlende Qualität nicht kompensiert werden kann. Im Herbst war Dynamos Krankenstube "gut gefüllt". Da sieht es derzeit besser aus.
Nun müssen nur noch alle richtig mitziehen und das von Anfang an auch bereits im Altenberger Trainingscamp. Dort steht natürlich vor allem Wintersport auf dem Programm. Aber keiner der Spieler wird wollen, dass Trainer Matthias Mauksch mit ihm mal richtig Schlitten fährt …
ekki
