09. Februar 2010
Am 13. Februar: Aufruf zu Menschenkette in der Dresdner Altstadt
Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz ruft alle Einwohner sowie Gäste der Stadt auf, in würdiger Weise der Opfer des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges zu gedenken und sich am 13. Februar in eine Menschenkette unter dem Leitsatz "Erinnern und Handeln für mein Dresden" einzureihen.
"Diese Menschenkette wird die historische Altstadt umschließen. Sie ist Gedenken, Mahnung und Widerstand in einem. Ich lade Sie sehr herzlich ein, mit uns gemeinsam dieses friedliche Signal zu setzen. Denn nur so können wir kraftvoll und eindringlich an die schrecklichen Ereignisse des Jahres 1945 erinnern und unsere Stadt vor Gewalt und Extremismus beschützen", so Orosz.
Treffpunkt ist 13 Uhr auf dem Rathausplatz. 13.15 Uhr hält die Oberbürgermeisterin eine Rede. 13.30 Uhr stellen sich alle Teilnehmer in einer Menschenkette auf. Diese verläuft in zwei Richtungen: vom Rathausplatz Richtung Altmarkt auf dem Dr.-Külz-Ring und der Seestraße sowie vom Rathausplatz Richtung Synagoge auf der St. Petersburger Straße (siehe Grafik). Die 1500 Meter lange Strecke wird mit dem Symbol der "weißen Rose" auf der Straße mittels Sprühkreide markiert. 14.30 Uhr endet die Veranstaltung.
Die Veranstaltung zur Menschenkette meldete Prof. Hermann Kokenge, Rektor der TU Dresden, an: "Ich habe die Anmeldung der gesamten Veranstaltung am 13. Februar sehr gern übernommen und hoffe, dass unabhängig von parteipolitischen Interessen und Strömungen alle demokratischen Kräfte am gleichen Strang ziehen und dem Aufruf zur Teilnahme an der Menschenkette am 13. Februar 2010 folgen werden. Es ist mein großer Wunsch, dass sich viele Dresdnerinnen und Dresdner zur Menschenkette einfinden und dieses Bild um die Welt geht."
Das City-Light-Plakat zum 13. Februar (Foto) hängt vom 26. Januar bis 9. Februar an 235 Stellen in Dresden. Darauf ist eine Menschenkette mit Dresdner Persönlichkeiten wie OB Helma Orosz, Prof. Ludwig Güttler, dem Landesbischof Jochen Bohl, Prof. Wolfgang Donsbach, Christine Hoppe, Ralf Minge, Birgit Schaller sowie u.a. die Palucca-Diplomandin Eila Schwedland und die Fußballerin Marie Lehmann von Fortuna Rähnitz abgebildet. So, wie es das Plakat zeigt, soll es am 13. Februar im Dresdener Stadtgebiet aussehen.
Die beteiligte Arbeitsgemeinschaft 13. Februar verfolgt das Ziel, dass der 13. Februar Ausgangspunkt eines über den Tag hinausweisenden Lernens und Engagements für Frieden und Menschlichkeit wird, kritisch und selbstkritisch an die jahrzehntelange Erinnerungs- und Gedenktradition anzuknüpfen, friedliche Gemeinschaft mit den Völkern der ehemaligen Kriegsgegner zu bewahren und weitere Annäherung zu fördern. Sie besteht u.a. aus Vertretern der Kirchen, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung sowie Kultur und Sport.
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Es finden zahlreiche weitere Veranstaltungen am 13. Februar statt. Um 11 Uhr erfolgt die Kranzniederlegung an der Gedenkmauer auf dem Heidefriedhof. 15 Uhr gibt es das stille Gedenken vor der Frauenkirche, ab 19 Uhr die Gedenkveranstaltung "13.Februar 2010: Wahrhaftig erinnern- Versöhnt leben" auf dem Neumarkt und ab 22 Uhr die Nacht der Stille.
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Auch in diesem Jahr gibt es wieder die "weiße Rose", mit der die Dresdnerinnen und Dresdner seit 2005 ihr stilles Gedenken sichtbar machen. Diese ist ab dem 22. Januar für 2 Euro u.a. im Besucherzentrum Frauenkirche und beim Besucherdienst & Ticketservice der Stiftung Frauenkirche Dresden auf dem Georg-Treu-Platz 3 sowie im Elbepark erhältlich. "Die weiße Rose ist ein Zeichen für Frieden, Versöhnung und Menschlichkeit", sagt OB Helma Orosz.
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Alle Informationen zum 13. Februar gibt es im Internet auf www.13Februar.dresden.de
