09. März 2010
„Der Frühling ist schon da!“ Barocke Blumen- und Floristikausstellung
Seit vergangenem Wochenende lockt die Ausstellung "Dresdner Frühling im Palais 2010" tausende Neugierige in den Großen Garten. Bis zum14. März ist die Blumen- und Floristikausstellung täglich von 9 bis 20 Uhr zu sehen. Die Gärtner der Schlösser und Gärten Dresden sowie Mitarbeiter der beteiligten Gartenbaubetriebe haben die historischen Räume in eine barocke Gartenlandschaft verwandelt.
Entworfen hat das Gestaltungskonzept Landschaftsarchitektin Angela Schüler. In den letzten Monaten arrangierte sie auf dem Papier zehntausende Frühjahrsblüher und Buchspflanzen zu filigranen Broderien (franz.: "Stickerei" aus Pflanzen) und setzte Ziergehölze und Stauden in Szene. Jeder Raum des Palais widmet sich einer besonderen Thematik. So finden sich auch Nacht- und Tagmetaphern, eine Seenlandschaft und ein Festzelt. Alle frühlingshaften Sinnbilder entstehen vor allem durch die Komposition von Blüten, Gräsern und Gehölzen – ausgewählt nach Farben, die den jeweiligen Raum charakterisieren. Der Besucher kann sie wie bei einem Spaziergang durch eine barocke Gartenlandschaft durchschreiten und mit ein wenig Fantasie dabei eine Nacht, den Sonnenaufgang, einen Frühlingstag und einen Abend mit Festbankett erleben.
Der "Dresdner Frühling im Palais 2010" ist nach 2006 und 2008 zwar die dritte Blumen- und Floristikausstellung, die der Landesverband Gartenbau Sachsen e.V. veranstaltet, doch die Tradition ist genau genommen schon knapp 200 Jahre alt. Bereits 1828 fand im Palais eine Blumen- und Früchteschau statt.
Im Erdgeschoss der Palais im Großen Garten erhalten die dort ausgestellten barocken Sandsteinskulpturen besondere blumige Interpretationen. So erhebt sich die Skulptur "Vulcan" in einem rot-feurigen Blumenmeer und "Appollon" scheint – durch das raue Mauerwerk des Palais, einer Klanginstallation mit schweren Wassertropfen und üppigen Azaleenpflanzungen – in einer künstlich geschaffenen Grotte zu verweilen. Foto: Schlösser und Gärten
