04. Mai 2010
Dynamo Dresden verspielt Sympathie und Geld
Es ist ja bald Schluss. Endlich! Ein Spiel ist für die Dynamos noch zu absolvieren, dann wird diese Drittliga-Saison, die alles andere als zufriedenstellend ablief, beendet sein. Spieler, Trainer und letztendlich die Fans der Schwarzgelben werden dieses verkorkste Spieljahr schnell vergessen wollen. (Was so gut vielleicht nicht wäre.) Mit dem 1:2 im Sachsenpokal-Halbfinale beim Chemnitzer FC setzte die Truppe von Trainer Matthias Maucksch auch noch den Saisonabschluss in den Sand. Im „wichtigsten Spiel des Jahres“ (Maucksch) vergeigte Dynamo die Finalteilnahme und dringend benötigte 200 000 Euro fürs Antreten im DFB-Pokal.
Vier Punktspiele in Folge hatte Dynamo zuletzt sang- und klanglos verloren und das gegen Mannschaften, die fast ausschließlich in der unteren Tabellenhälfte angesiedelt sind. Dazu kommt noch, dass die Savran, Röttger & Co. nicht ein einziges Tor erzielten. Vergessen ist der furiose Rückrundenbeginn, als nach der Winterpause eine Erfolgsserie so manchen Fan von Höherem träumen ließen.
Innerhalb kürzester Zeit hat die Dynamo-Mannschaft aber einen eigenartigen Wandel vollzogen, was ganz gewiss nicht an der Verletztenmisere liegt. Aus einer dynamischen, kampf- und spielstarken Truppe, die Aufstiegskandidaten wie Braunschweig und Ingolstadt bezwungen hat, ist ein verunsichert und lustlos kickender Haufen geworden.
Der Dynamo-Coach bekommt reichlich Arbeit, um seine Leute auf das neue Spieljahr richtig einzustellen. Und die ach so müden Helden in kurzen Hosen werden wohl einiges an Energie aufbringen müssen, um ein wenig der leichtfertig verspielten Sympathien beim treuen Anhang zurück zu gewinnen. Und sei es wenigstens am Sonnabend gegen Wuppertal ... ekki
