11. Mai 2010
Pferde-Vorschau: Das Rennjahr geht weiter
Das Warten hat ein Ende. Das Galopprennjahr in Seidnitz geht weiter – wegen zunehmender Sparsamkeit in abgespeckter Form.
Dabei hatte man beim Rennverein so große Hoffnungen, durch Aufbau einer Solaranlage zusätzliche Einnahmen erzielen zu können. Das Rathaus genehmigte aber nur eine Anlage für den Eigenbedarf, warum eigentlich? Die Rennbahn verschlingt nicht kommunale Millionen, wie andere Sportanlagen. Nun trifft es die Familien; der Eintritt wurde um einen auf fünf Euro erhöht.
Und auch ein Traditionsrennen verschwand: den ehemaligen Dresdner Großen Preis der Dreijährigen, der später Herold-Rennen, Preis der VE-Gestüte, Großer Preis der Radeberger und zuletzt Freiberger Brauerei hieß, gibt es nicht mehr. Mit ihm verabschiedete man sich vom Doppelrenntag Anfang Juni. Andererseits: Wir erlebten schon einen vorgezogenen Renntag, weil andere Plätze noch nicht soweit waren. Solidarität bleibt eben eine alte ostdeutsche Tugend.
Nun geht es am kommenden Sonnabend offiziell richtig los. Im Mittelpunkt stehen die Flitzer, die im Zobjack-Flieger-Preis aufeinander treffen. Vielleicht kommen ja die Lokalpatrioten auf ihre Kosten, denn die Dresdner Trainer starteten gut in die Saison. Vor allem die Renner von Claudia Barsig waren schon auf Sand fleißig, so dass der ihr jetzt anvertraute Nouveau Prince am Wochenende bereits den sechsten Jahressieg für dieses Quartier markierte. Vorher konnte Steffen Richter, der die Arbeit des in Ehren verabschiedeten Michael Sowa übernahm, in Leipzig über den ersten Erfolg seines Lebens jubeln. Der Vollblüter hieß Zollchow, dem man noch mehr zutrauen sollte. Ferdl


