22. Juni 2010
Kreuzung wird Großbaustelle - da droht Dauerstau!
„Kraftfahrer meidet den Alkohol und den Pirnaischen Platz“, so lautet ein geflügeltes Wort mit Lokalkolorit, das viel Wahrheit in sich birgt. Denn die wichtigste zentrale Kreuzung der Innenstadt, hier werden täglich bis zu 70 000 Autos und 44 000 Bus- und Straßenbahn-Passagiere gezählt, ist auch Dresdens gefährlichster Knotenpunkt. Unfälle sind hier an der Tagesordnung. Das soll sich nun aber ändern, denn die Verkehrsanlagen werden in allen Richtungen für neun Millionen Euro erneuert und umgebaut. Allerdings bringt das zunächst erhebliche Belastungen für Autos, Radfahrer, Fußgänger und Straßenbahnnutzer mit sich. Dort droht dann der eine oder andere Dauerstau. Alle Verkehrsteilnehmer sollten sich darauf einstellen.Am kommenden Montag geht es los, und bis Ende November sind die Arbeiten geplant. Für neue Grünflächen und Fußwege soll bis zum 17. Dezember Endtermin sein. Das sind die Maßnahmen im Einzelnen:
Der Fußgängertunnel wir mit Beton verfüllt, Oberleitungen und Gleise der Straßenbahn werden erneuert, die Grunaer Straße und die St. Petersburger Straße bekommen einen neuen Belag. Ampelanlagen, Entwässerungssystem, Telefonleitungen und Beleuchtung werden in diesem Zusammenhang erneuert. Für die Sicherheit der Fußgänger entstehen zwei neue Verkehrsinseln. Zusätzliche Radwege machen dann auch das Radeln sicherer.
Das Straßen- und Tiefbauamt hat die Baumaßnahmen in neun Phasen eingeteilt. Das gewährleistet, dass stets zwei Fahrspuren pro Richtung immer offen bleiben. Ab Anfang Oktober ist dann auch mit Gleissperrungen der Straßenbahn zu rechnen. Die Fahrgäste müssen Ersatzverkehre in Kauf nehmen.
Amtsleiter Reinhard Koettnitz musste bei der Frage nach Umleitungsempfehlungen passen. Für diese Verkehrshauptachse würde man kaum zu Alternativen raten können. Die besonders heiße Phase sieht er im Herbst, so ab Anfang September. R.


