13. Juli 2010

Erster „Baustein“ für die Westflügel-Restaurierung

Erster „Baustein“ für die Westflügel-Restaurierung Dieser Tage übergaben die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Ostsächsische Sparkasse Dresden dem Förderverein Lingnerschloss eine umfängliche Förderung für die Restaurierung des Westflügels des Lingnerschlosses. Claus Friedrich Holtmann, Vorsitzender des Vorstands der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, enthüllte u.a. mit Dr. Peter Lenk, Vorsitzender des Fördervereins Lingnerschloss e. V. als Auftakt dieses neuen Bauvorhabens ein frisch restauriertes Zierelement, das in den Westflügel integriert werden soll.
In den vergangenen vier Jahren wurden die beiden Schlosstürme und der Ostflügel des Lingnerschlosses restauriert. Jetzt kann dank der Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Ostsächsischen Sparkasse Dresden der Westflügel und damit ein weiterer bedeutender Meilenstein bei der Wiederherstellung dieses Schlosses oberhalb der Elbe in Angriff genommen werden.
Das Lingnerschloss wurde 1850/53 nach Plänen des Berliner Architekten Adolph Lohse (ein Schüler Schinkels) im Auftrag Albrechts von Preußen im Kontext der Errichtung von Schloss Albrechtsburg oberhalb des Loschwitzer Elbhangs gebaut und ist heute gemeinsam mit Park und Weinberg sowie dem Schloss Albrechtsberg und dem Schloss Eckberg zum Flächendenkmal zusammengefasst.
Der letzte private Eigentümer, der Großindustrielle Karl August Lingner, der durch sein Mundwasser „Odol“ Bekanntheit erlangte und das Deutsche Hygienemuseum in Dresden initiierte, ließ das Schloss nach Entwürfen des bedeutenden Architekten Wilhelm Kreis (1873-1955) im Inneren umbauen. 1916 vermachte Lingner das gesamte Schlossareal der Stadt Dresden mit der Auflage, eine öffentliche Nutzung der Anlage als Bürgerschloss zu gewährleisten.
Der Vorsitzende des Vorstands der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Claus Friedrich Holtmann, sagte bei der Übergabe: „Das Lingnerschloss hat einen festen Platz in den Herzen der Dresdner. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung greift gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden das Engagement des lokalen Fördervereins auf, der sich in beispielgebender Weise für eine Restaurierung der jahrzehntelang durchaus vernächlässigten Gebäudeteile stark macht. So kann die für Dresden außerordentliche Architektur wieder erkennbar werden und die Menschen erfreuen.“
Dr. Peter Lenk, Vorsitzender des Fördervereins Lingnerschloss e. V. , bezeichnete bei seinen Dankesworten diese Unterstützung als „Fortführung des Lingnerschen Bekenntnisses zum bürgerschaftlichen Engagement und zum Gemeinwohl der Stadt Dresden“.

Enthüllung des restaurierten Zierelementes für den Westflügel des Lingnerschlosses (von links): Claus Friedrich Holtmann, Vorsitzender des Vorstands der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Thomas Kübler, Leiter des Stadtarchives, und Dr. Peter Lenk, Vorsitzender des Fördervereins Lingnerschloss e. V.
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