11. Mai 2010
In Dresden grassiert die „Influenza Dixielandis“
Zurzeit hat ein überaus ansteckender, aber äußerst gutartiger Virus die Stadt befallen. In Dresden grassiert „Influenza Dixielandis“ - das Dixie-Fieber!
Mit dem Familienfest im Zoo, zu dem am Sonntag über 12 000 gut gelaunte Dixie-Fans kamen, hat der 40. Jahrgang des größten Festivals des traditionellen Jazz auf unserem Kontinent begonnen. Die musikalische Palette reicht in altbewährter Tradition vom authentischen Ragtime und klassischen Dixieland über den Swing und Brass-Musik bis zu Boogie Woogie und Gospel.
Dabei können die Dresdner und ihre Gäste aus Nah und Fern mit dem „40.“ noch eine Vielzahl anderer Jubiläen feiern. So z.B. das 55jährige Bestehen der Elb Meadow Ramblers (siehe Seite 5) und – ebenfalls aus Dresden – das Spiel der Dresdner Blue Wonder Jazzband: seit 35 Jahren in unveränderter Besetzung!
Die Semper House Jazzband feiert ihr Vierteljahrhundert, Karl-Heinz-Drechsel fungiert seit 40 Jahren als Chefmoderator des Jazzfestes (siehe „SB“ der Vorwoche) und „Jazz im Boxring“ gibt’s zum 30. Mal. Ebenfalls seit 30 Jahren sind die jüngsten Jazzfans zu ihren speziellen Konzerten „Mit Triangel und Klapperholz“ eingeladen.
Zum diesjährigen Jubiläumsfestival gibt es zwei besondere Wiedersehen und -hören. Mit der Tower Jazzband aus Berlin ist eine der Premierenbands von 1971 wieder dabei, ebenso wie die allererste westdeutsche Gruppe, die 1975 beim Internationalen Dixieland Festival in Dresden spielen durfte: Addi Münsters Old Merry Tale Jazzband aus der Partnerstadt Hamburg.
Zum 40. Festival, das bis zum Sonntag für ausgelassene Stimmung in der ganzen Stadt sorgen wird, werden 37 Bands und Solisten aus 13 Ländern von drei Kontinenten aufspielen. Ekki
Die Mardi Gras Jazzband aus Holland sorgte beim Dixieland im Zoo für tolle Stimmung. Foto: ddbd


