31. August 2010
Dynamo-Fußballer: Nach Ausrutscher wieder aufs Eis
Es bleibt dabei: Dynamo kann auswärts keinen Blumentopf,
geschweige denn Punkte gewinnen! Auch beim bislang ziemlich erfolglosen SV
Sandhausen blieb die Mission Auswärtssieg leider ein Wunschtraum. Im Gegenteil!
Mit dem jüngsten 1:4 erwiesen sich die Schwarzgelben einmal mehr als
Aufbaugegner und erlitten eine bittere Schlappe.
Dabei begann die Truppe von Matthias Maucksch genau so, wie es der Trainer vorgegeben hatte: druckvoll nach vorn und mit dem Zug aufs Tor. Schon nach 20 Minuten hätte es gut und gerne 3:0 für die Dresdner stehen können, nur Esswein, Koch und Jungnickel scheiterten an der Torumrandung bzw. am Sandhäuser Keeper. Und weil die fast alles entschuldigende Floskel „Erst kein Glück gehabt und dann kam auch noch Pech dazu“ von Dynamo regelrecht gepachtet scheint, nahm das Unheil ziemlich schnell seinen Lauf.Die lange zurückhaltend agierenden Gastgeber wurden alsbald mutiger, angriffslustiger und letztendlich auch erfolgreich. Dank der desolaten Dynamo Abwehr konnten sie schon bis zur Pause auf 3:0 davonziehen und nach dem Wechsel noch einen vierten Treffer dranhängen.
Ersatzkeeper Benny Kirsten hatte sich seinen ersten Saisoneinsatz wahrlich anders vorgestellt. Einerseits wurde er mehrmals von seinen Vorderleuten schmählich im Stich gelassen, zum anderen leistete er sich, ungewohnt nervös und unsicher, einige Patzer zu viel.
Bis zum nächsten Spiel, in zehn Tagen daheim gegen die Bayern-Bubis, hat Maucksch vor allem mit der „Baustelle“ Abwehr viel Arbeit vor sich.
Neben dem technischen und taktischen Training auf dem Rasen soll nun eine Übungseinheit der besonderen Art helfen: Die Kicker wechseln auf eine ungewohnte Spielfläche. Heute treffen sich die Dynamos auf dem Eis der Eisarena zum gemeinsamen Training mit den Dresdner Eislöwen. Die Idee zu dieser Aktion stammt von den beiden Cheftrainern, die mit der einstündigen Einheit gemeinsam neue Trainingsreize setzen, aber auch die gute Zusammenarbeit innerhalb des Dresdner Sports dokumentieren möchten.
„Wir sind sehr offen für interessante Ideen, wie man einen Fußballer ungewöhnlich, aber sinnvoll belasten kann“, meint Fußball-Trainer und Eishockey-Fan Matthias Maucksch.
Nun, wenn es vor weiteren Ausrutschern auf dem Rasen bewahren sollte, dann ist die Aktion allemal gut. Ekki
