09. März 2010

Hoffnungen zu Dynamos Finanzen - Sparpaket von über einer Million Euro vorgestellt

Wochenlang sah es um die Finanzen bei der SG Dynamo Dresden finster aus. Im Budget klaffte eine millionentiefe Finanzierungslücke, die Drittliga-Lizenz für die nächste Saison war gefährdet, und das Wort "Insolvenz" wurde bereits in den Mund genommen.

Hauptgrund ist die Stadionmiete, die von bisher einer Millionen Euro mit den gesamten Betriebskosten auf 2,1 Millionen Euro steigt.

Der Fußballverein forderte aus dem Stadthaushalt einen höheren Zuschuss. Die Entscheidung wurde aber zunächst vom Finanzausschuss an den Stadtrat übertragen, der in einer Sondersitzung am 25. Februar debattieren und abstimmen sollte.

Bis zum 1. März sollte nämlich die Lizenz beim DVB beantragt sein, und daran ist der Nachweis auf Wirtschaftlichkeit zu führen. Die Nachricht, dass es eine Karenzzeit bis 3. Juni gibt, um Dokumente nachzureichen, entspannte die Lage ein wenig. Bei Dynamo wurden die letzten Tage genutzt, um ein Sparpaket mit einem Gesamtwert vor einer Millionen Euro zu schnüren. In einem Maßnahmekatalog ist eine Sonderumlage für die über 5000 Vereinsmitglieder vorgesehen. Damit könnte die in diesem Jahr fällige Rate über 116 000 Euro für den von der Stadt gewährten 1,25 Millionen-Kredit getilgt werden. Weiterhin bereiten die Fans eine Spendenaktion vor, deren Erlös in Dynamos Nachwuchsarbeit und den Breitensport in Dresden fließen soll. Das Steinhaus auf dem Gelände des Stadions soll mit Hilfe der Mitglieder und Fans saniert werden, ohne die Stadtkasse zu belasten.

Am 21. Mai plant die SG eine außerordentliche Mitgliederversammlung, bei der über die Sparmaßnahmen und einen neuen Geschäftsführer abgestimmt werden soll. Mit guten Leistungen in den letzten Spielen haben ja die Aktiven bereits bewiesen, dass sie zum weiteren Bestand von Fußball-Dresden auch beitragen werden.

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