15. Juni 2010

Bombensuche: Der Elbe in Dresden auf den Grund gegangen

Die Kampfmittelräumung in der Elbe in Dresden ist abgeschlossen. Seit Februar 2010 wurden insgesamt 109 000 Quadratmeter Flussgrund im Stadtgebiet zunächst mit einem magnetischen Verfahren abgesucht und dann von allen größeren metallischen Gegenständen befreit. Diese Munitionsräumung war notwendig, um die ständig erforderlichen Baggerarbeiten zur Beseitigung von Kies- und Sandbänken in der Fahrrinne der Elbe in Zukunft gefahrlos durchführen zu können.

In den vergangenen zwei Jahren waren bei diesen Baggerarbeiten vier Fliegerbomben in der Elbe in Dresden gefunden worden. Deshalb sollten die im 2. Weltkrieg besonders stark bombardierten innerstädtischen Bereiche der Elbe nun mit moderner Sondierungstechnik auf alte Kampfmittel untersucht werden.

In den untersuchten Bereichen in der Nähe der Albertbrücke, der Augustusbrücke, der Marienbrücke und in Übigau wurden zunächst Abweichungen im Erdmagnetfeld ermittelt, die auf metallische Gegenstände hindeuten. Diese Untersuchung ergab 408 Verdachtspunkte, die dann alle durch Taucher untersucht und letztlich auch beräumt werden mussten.

Das beauftragte Unternehmen setzte wegen der starken Strömung in der Elbe einen Schacht ein, in dessen Innerem die Taucher bis zur Elbsohle hinabsteigen konnten. Die ermittelten metallischen Objekte wurden dann mit starkem Wasserdruck frei gespült und entweder von Hand oder mit einem Bagger geborgen.

Tatsächlich wurden neben zahlreichen Fahrrädern, Baustahl und sonstigem Schrott drei Fliegerbomben aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Zwei dieser Bomben wurden vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Freistaates Sachsen untersucht und abtransportiert. Der Zündmechanismus dieser Bomben war nicht mehr funktionsfähig.

Bei einer 250 kg schweren Bombe war eine Entschärfung nicht möglich. Sie musste in der Nähe von Serkowitz kontrolliert gesprengt werden.

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