31. August 2010
Societaetstheater mit vielfältigen neuen Projekten
Mit zwei besonders anspruchsvollen, von der Stadt und der Sächsischen Kulturstiftung geförderten Premieren startet das Societaetstheater in die Spielzeit. Mit Monika Hildebrand und weiteren Darstellern inszeniert Thomas Stecher ein Stück des Erfolgsautor Marius von Mayenburg. „Der Stein“ – in Anspielung auf das Bibelzitat „Wer selbst ohne Sünde ist...“ – handelt von Schicksalen mehrer Generationen in einem Dresdner Haus, das in Folge der politischen Verhältnisse zwischen 1935 und 1993 mehrfach Besitzer und Bewohner wechselte. Premiere ist am 10. September.
Maskenspiel, Objekte, Tanz sind die Mittel, mit denen Katja Erfurth, Carola Tautz und Sabine Köhler eine sehr gegenwärtige Sicht auf das Thema der „Sieben Todsünden“ bieten wollen. „Mascara“ heißt ihr Projekt, das erstmals am 17. September zu erleben ist. Bis Ende Januar sind laut Geschäftsführer Andreas Nattermann vier weitere Premieren fest eingeplant, darunter ein neues Weihnachtsprogramm des Blauen Einhorns. Im neuen Jahr wollen u.a. Schauwerk Hellerau und norton.commander.productions neue Stücke vorstellen.
Weiteres Standbein des Societaetstheaters, das in der vorigen Spielzeit knapp 19 000 Besucher zählte, sind die Festivals.
Eines davon gibt den Auftakt zur neuen Saison, wenn vom 3. bis 5. September das Dresdner Label K&F Records auf vier Bühnen in Haus und Garten seine Bands und Favoriten vorstellt. Im Oktober folgen neues tschechisches Theater in der Reihe „Off Europa“, die Jiddische Musik- und Theaterwoche und das V. Internationale Festival für Theaterregie mit einem Wettbewerb um die beste 8-Minuten-Fassung von Shakespeares „Sommernachtstraum“. Im November sind die Jazztage mit sechs Konzerten zu Gast. Im Mai widmet sich die hauseigene szene-Reihe dem Thema Schottland, bevor sich zum Saisonausklang wieder Theaterinitiativen und freie Gruppen der Stadt vorstellen, die sonst keine feste Bleibe haben. Tomas Petzold
