15. Juni 2010

Grünes Licht für neue Straßenbahn-Linie zur Messe

Die Landesdirektion hat mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 7. Juni 2010 Planungen der Dresdner Verkehrsbetriebe AG zur Anbindung des im Ostragehege liegenden Messegeländes durch eine neue Straßenbahnlinie genehmigt. Die etwa 1,3 Kilometer lange Neubautrasse verläuft dann vom derzeitigen Endpunkt der Linie 10, dem Gleisdreieck Friedrichstadt, in nördliche Richtung über die Schlachthofstraße sowie die Altstädter Flutrinne zum Ostragehege. Entlang des Messeringes wird die Straßenbahn dann auf der Straße "Zur Messe" bis zum neuen Endpunkt nordöstlich der Messe fahren. Die Trassenführung im Endpunktbereich Messe lässt eine Weiterführung der Gleistrasse über die Elbe in Richtung Übigau und Kaditz offen.

Die Überquerung der Flutrinne erfolgt aus Gründen des Hochwasserschutzes über ein neues Brückenbauwerk, das neben der vorhandenen Straßenbrücke errichtet wird. Nördlich der Flutrinne wird die Straßenbahntrasse auf einer aufgeständerten Fahrbahn parallel zum Messering weiter geführt. Damit wird die Straßenbahn durchgehend auf einem separaten Gleiskörper und unabhängig vom Individualverkehr geführt.

Gegenwärtig erfolgt die Erschließung des Ostrageheges mit dem öffentlichen Personennahverkehr durch die Buslinie 75, die auf dem vorhandenen Straßennetz gemeinsam mit dem Individualverkehr fährt. Bei großen Veranstaltungen im Bereich des Messegeländes behindern sich immer wieder die Busse und der Autoverkehr. Der Neubau der Straßenbahnanbindung verfolgt nun das Ziel, diese gegenseitigen Behinderungen zu verringern. Der Verkehrsablauf kann verbessert und der öffentliche Personennahverkehr beschleunigt, also letztlich auch insgesamt attraktiver gemacht werden.

Die Erschließung des Messegeländes durch die neue Straßenbahnlinie verbindet sich ferner mit der Erwartung, die bei Veranstaltungen auf der Messe stets angespannte Parkraumsituation entkrampfen zu können.

Der Neubau der Straßenbahntrasse führt durch Flächenversiegelungen und die Fällung von Bäumen zu Eingriffen in Natur und Landschaft, die aber, meint die Landesdirektion, durch eine ganze Reihe von Maßnahmen ausgeglichen werden können.

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