20. Juli 2010

Pirnaischer Platz: Oben droht Stau – darunter „tote Hose“

Pirnaischer Platz: Oben droht Stau – darunter „tote Hose“

Am Pirnaischen Platz wird es in den nächsten Wochen  und Monaten eng. Die Grunaer Straße  soll ab Anfang August stadteinwärts auf zwei Spuren verengt werden, danach muss auch die Sankt-Petersburger-Straße in beiden Richtungen mit zwei Spuren auskommen und auch die Wilsdruffer Straße wird als einspurige Baustraße wegen der Verfüllung des ehemaligen Fußgängertunnels mit Beton geführt.

Mann muss kein Verkehrsexperte sein, um jetzt schon Staus und Schleichverkehr voraussagen zu können. Derweil sind unter dem Platz (kleines Foto) die Spuren von Verkehrsführung veschwunden. Der  Fußgängertunnel ist bald Geschichte.

In seinem Buch „Dresdens Plätze und ihre Geschichte(n)“ schreibt der Dresdner Publizist Dietmar Sehn: „In den 1970er Jahren gab ein unterirdischer Fußgängertunnel Anlass zur

Kritik. Die ,Vier Brummers’, Dresdner Humoristen, sangen auf die Melodie ,Champs Elyseess’ ihre Version vom Platz und witzelten über die vielen Treppen ohne Aufgang für Kinderwagen. Paris hat den ,Champs Elysees’, Dresden den Pirnaischen Platz - und das war natürlich ironisch gemeint, denn eine Flaniermeile fehlte. Am ehemaligen ,Tor’ stand inzwischen auch das höchste Hochhaus der Stadt. Über der 14. Etage prangte der Satz: ,Der Sozialismus siegt’. Die Dresdner witzelten auf Sächsisch: ,Ja, er siecht dahin…!’“ G/Fotos:ddbd
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