27. Juli 2010
Neues Leben für alte Schulen
Als in die Zahl der Schüler vor Jahren rapide zurückging, beschloss die Stadt einige Schulen zu schließen. Neun ehemalige Schulgebäude stehen derzeit auf der Verkaufsliste. Das Blatt hat sich aber inzwischen gewandelt. Unsere Stadt brachte sich in der Geburtenrate an die Republikspitze, und Prognosen zu Folge werden im Schuljahr 2015/2016 bereits 1274 Plätze für Grundschüler fehlen.Die Linke-Fraktion im Stadtrat löste einen Alarm aus. Tilo Kießling forderte einen sofortigen Verkaufsstopp und die Prüfung, ob diese Häuser nicht mit relativ geringem Aufwand wieder für den Unterricht genutzt werden können. Wenn auch manche Vorschläge aus dieser Fraktion den Stempel „Populismus“ bekommen, diesmal sieht die Stadtverwaltung einen pragmatischen Vorschlag. Oberbürgermeisterin Helma Orosz reagierte bereits und hat das Thema in die Dienstberatung mit ihren Bürgermeistern genommen. Das Ergebnis: Man müsse den Aufwand gründlich prüfen, der für die Wiederherstellung der Gebäude als Schulen notwendig ist. Auch die Lage der Standorte muss in die Überlegung einfließen.
Bürgermeister Winfried Lehmann, der für die Schulen verantwortlich ist, kann sich vorstellen, die beiden Schulen Plantagenweg und Ginsterstraße wieder zu beleben. Allerdings würde das pro Schule bis zu zwei Millionen Euro kosten. Er sieht einen besseren Weg, Container, sie nennt die Verwaltung „mobile Raumeinheiten“, aufzustellen. Auch die Unterbringung von zeitweise mehr Klassen und der Anbau an bestehende Gebäude will er kurzfristig prüfen lassen. Nach der Sommerpause wird der komplette Stadtrat sicher dieses wichtige Thema auf die Agenda setzen. her