24. Januar 2012
Dresdner SemperOpernball: Selbst 007 zeigte sich beeindruckt
Von Heinz Ruhnau
Selbst Geheimagent 007, alias Roger Moore, war am Freitag sichtlich beeindruckt von der Dresdner Semperoper. Sie wirke auf ihn mit ihrer großartigen Architektur „mehr wie ein Palast als wie ein Opernhaus“, so der Schauspieler. Festlich gekleidete 2200 Gäste im Saal und etwas wärmer Angezogene 8000 Besucher auf dem Theaterplatz davor feierten wohl die prächtigste Ballnacht des Jahres und laut Moderator Gunther Emmerlich sogar den „Größten Opernball Europas“.
Unter dem Motto „Dresden darf das!“ präsentierte sich dieser in seiner siebten Ausgabe traditionsbewusst und frech zugleich. Das Unterhaltungsprogramm eröffnete eine Tanzgruppe aus dem Pariser Moulin Rouge mit einem Cancan und die Sächsische Staatskapelle spielte dazu. Opernsänger René Pape, die Sopranistin Alexandra Kursak und weitere Künstler setzten Glanzpunkte. Beendet wurde das Unterhaltungsprogramm traditionell mit dem Auftritt der 70 Debütantenpaare, bevor Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und seine Frau Veronika den Ball eröffneten. Viel Applaus bekam auch Schlagersängerin Helene Fischer zu mitternächtlicher Stunde für ihren 45-minütigen Liveauftritt. Gefeiert wurde bis früh um fünf.
Wie in den Vorjahren verliehen die Veranstalter des Balls den St. Georgs Orden in verschiedenen Kategorien. Jener für das Lebenswerk ging an den Ex-James-Bond-Darsteller und jetzigen UNICEF-Botschafter Roger Moore. Neben Schauspielerin Ornella Muti und dem Chef der Wirtschaftsförderung von Abu Dhabi, Khaldoon Khalifa Al Mubarak, nahm auch Helene Fischer einen Preis entgegen. Die Tombola fand zugunsten von UNICEF statt. Der Erlös: Rund 27 000 Euro.
Einzug der Ehrengäste - hier Ulrike Hessler (2. v. l.), die Intendantin der Semperoper, mit Dresdens amtierenden OB Dirk Hilbert und dessen Ehefrau (rechts). Foto: Ruhnau
